Weniger Pfunde, weniger Schmerzen

(djd). Übergewicht belastet die Gelenke. Mit der Zeit können übermäßige Pfunde die Entstehung einer Arthrose fördern oder Beschwerden verstärken. Deutsche Orthopäden, die 16 epidemiologische Studien verglichen haben, stellten zudem fest, dass es nicht nur einen Zusammenhang zwischen Adipositas und mechanischer Gelenküberlastung gab. Wie die Ergebnisse der Metaanalyse zeigten, kann davon ausgegangen werden, dass darüber hinaus weitere Risikofaktoren eine Rolle spielen. Häufig treten nämlich auch Arthrosen der Finger- und Handgelenke in Verbindung mit starkem Übergewicht auf. Dabei scheinen stoffwechselbedingte Effekte die Erkrankung zu begünstigen.

Kalorien reduzieren – Bewegung steigern

Angesichts der rasanten Gewichtszunahme bei der Bevölkerung in allen Industrienationen raten die Experten zu präventiven Maßnahmen. Hier zeigen Studien, dass selbst bei bestehendem Übergewicht eine Gewichtsreduktion die Entwicklung einer Arthrose verzögern und Beschwerden lindern kann. Als besonders effektiv wird die Kombination diätetischer Maßnahmen mit moderater sportlicher Betätigung beschrieben. Letztere fördert zusätzlich die Beweglichkeit. Ernährungstipps und Anregungen, wie man Schmerzen vorbeugen oder bei Beschwerden aktiv bleiben kann, gibt es unter http://www.stark-gegen-schmerz.de im Internet. Eine Infobroschüre wird zum Download oder zur kostenlosen Bestellung unter Telefon 0800-066-12-70 angeboten.

Schmerzen nicht akzeptieren

Oft ist Sport jedoch nur in schmerzfreien oder zumindest schmerzarmen Perioden möglich. In akuten Phasen sollten sich Patienten von ihrem Arzt behandeln lassen, um beweglich zu bleiben. „Es gilt: Neben der Schmerzbekämpfung ist auch die Therapie der Gelenkentzündung wichtig“, erklärt Professor Dr. Andreas de Weerth. Der Chefarzt für Innere Medizin am Diakonieklinikum Hamburg rät zu einer möglichst nebenwirkungsarmen Behandlung: „Eine gute Therapie für viele Patienten sind zum Beispiel COX-2-Hemmer, die meist nicht nur schnell am Gelenk wirken, sondern in der Regel auch den Magen schonen.“ Damit sei meist auch eine längere Therapie durchführbar.

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