Weltgesundheitstag 2017: Stiftung Deutsche Depressionshilfe stärkt Position depressiv Erkrankter

„Wenn Menschen mit Depressionen Angst haben, auf Unverständnis zu stoßen oder gar stigmatisiert zu werden, dann geraten sie in Isolation und scheuen sich auch davor, sich professionelle Unterstützung zu holen“, erklärt Prof. Hegerl. Ein gutes Zeichen ist deshalb, dass viele Prominente wie Adele, Bruce Springsteen oder die Botschafterin der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Model und Bloggerin Victoria van Violence, im vergangenen Jahr offen über ihre Depressions-Erkrankung gesprochen haben. Depressiv Erkrankte sind nicht allein. Im Laufe eines Jahres erkranken in Deutschland mehr als 5,3 Millionen Menschen. Depressionen sind die häufigste Ursache der jährlich circa 10.000 Suizide in Deutschland. Die verbreitete Vorstellung, dass die Depression durch die moderne Zivilisation in den letzten Jahren häufiger geworden sei, wird allerdings durch epidemiologische Studien nicht bestätigt.

Obwohl mit Antidepressiva und Psychotherapie gute Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, erhält nur eine Minderheit eine leitliniengerechte Behandlung. „Depression ist die Erkrankung in unserem Gesundheitssystem mit dem größten Optimierungsspielraum“, stellt Hegerl fest. Für die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit ihrem Schirmherrn Harald Schmidt ist die Stärkung der Patientenautonomie und die systematische Nutzung von digital gestützten Selbsthilfe- und Selbstmanagement-Ansätzen (z.B. Diskussionsforum, iFightDepression-Tool) ein zunehmend wichtiger Baustein zur Verbesserung der Versorgungssituation.

Auf Einladung des Bundesgesundheitsministeriums wird Professor Hegerl auf der Fachtagung zum Weltgesundheitstag in seinem Vortrag „Depression, was wir wissen und was tun können“ auf neuere Ansätze zur Reduktion der Versorgungsdefizite eingehen. Dr. Nico Niedermeier, Mitglied im Vorstand der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, wird zusammen mit Anne Blume, Moderatorin und Projektkoordinatorin beim Diskussionsforum Depression e.V., ein Impulsvortrag zum Thema „Depression – Selbsthilfe online für Betroffene und Angehörige“ halten. Mehr Infos zum Programm der Fachtagung in Berlin unter:
www.weltgesundheitstag.de/cms/index.asp?inst=wgt-who&snr=11508&t=Programm

Hinweis: Prof. Dr. Ulrich Hegerl steht Ihnen im Vorfeld des Weltgesundheitstages gerne für Interviews zur Verfügung. Ein Foto von ihm steht zum Download unter:
www.deutsche-depressionshilfe.de/stiftung/bilder/Prof._Dr._Ulrich_Hegerl_1_Foto_Stefan_Straube.jpg

Zusätzliches Bildmaterial der WHO zur Kampagne „Depression – let‘s talk!“ ist zu finden unter: www.who.int/campaigns/world-health-day/2017/en/

Mehr Infos zum diesjährigen Weltgesundheitstag:
www.weltgesundheitstag.de

Pressekontakt:
Simone Schmid, Pressereferentin
Tel.: +49 341 97 24 51 2
E-Mail: pr@deutsche-depressionshilfe.de

Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Depression erforschen – Betroffenen helfen – Wissen weitergeben
Ziel der 2008 gegründeten Stiftung Deutsche Depressionshilfe (Vorstandsvorsitzender: Prof. Dr. Ulrich Hegerl) ist es, einen wesentlichen Beitrag zur besseren Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Zahl der Suizide in Deutschland zu leisten. Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe ist der Entertainer und Schauspieler Harald Schmidt. Neben Forschungsaktivitäten bietet die Stiftung Betroffenen und Angehörigen vielfältige Informations- und Hilfsangebote wie das Diskussionsforum Depression und das deutschlandweite Info-Telefon Depression (0800 33 44 5 33). Unter dem Dach der Stiftung Deutsche Depressionshilfe koordiniert das Deutsche Bündnis gegen Depression zahlreiche lokale Maßnahmen und Aktionen: In über 75 Städten und Kommunen haben sich Bündnisse gebildet, die auf lokaler Ebene Aufklärung über die Erkrankung leisten. Seit 2014 kooperiert die Stiftung Deutsche Depressionshilfe mit der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH beim Aufbau des Forschungszentrums Depression und weiteren versorgungsnahen Projekten. Damit ist sie die erste Unternehmensstiftung, die sich für das Thema Depression bzw. psychische Gesundheit einsetzt.
Weitere Informationen: www.deutsche-depressionshilfe.de

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