Weiterentwicklung der Medizininformatik in Deutschland: Neuer IT-Report der TMF erschienen

Ein belastbares Forschungsdatenmanagement ist eine wichtige Voraussetzung, um die Reproduzierbarkeit und Verlässlichkeit wissenschaftlicher Arbeiten in der Medizin sicherstellen zu können. Jede Datenquelle muss mit klarer Herkunft, Zeitstempel und Autorenschaft dauerhaft belegbar sein. Insbesondere für Standort- und Disziplinen-übergreifende Forschungsprojekte müssen hierfür geeignete IT-Werkzeuge entwickelt werden, so die Empfehlung der Autoren des aktuellen Berichts zu „IT-Infrastrukturen in der patientenorientierten Forschung“ (IT-Report), den die TMF seit 2013 jährlich erstellt. „Bei der Entwicklung dieser Werkzeuge sollten wir uns möglichst an internationale Entwicklungen anschließen“, betonte Prof. Dr. Frank Ückert, Leiter der Abteilung Medizininformatik in der Translationalen Onkologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Mitglied des Vorstands der TMF, der als Mitglied des von der TMF berufenen IT-Reviewing Board am diesjährigen Bericht mitgearbeitet hat.

Mit den jährlichen Berichten stellt die TMF eine Grundlage für die Weiterentwicklung der Medizininformatik in Deutschland bereit. Die kontinuierliche Bestands- und Bedarfsanalyse zeigt insbesondere auch auf, wo dringender Handlungsbedarf für die Förderung von Forschungsinfrastrukturen besteht. Der Bericht gibt damit insbesondere großen Universitätskliniken und forschungsnahen Krankenhäusern ein Nachschlagewerk für ihre IT-Planung an die Hand.

Von den Datenquellen über IT-Architektur bis zu Fördermaßnahmen in Deutschland

Während die ersten beiden Ausgaben des Berichts zunächst die Datenquellen in den Blick genommen hatten, liegt der Schwerpunkt der inhaltlichen Erweiterung im aktuellen Report auf der Gestaltung der IT-Architektur. Neben einem Abschnitt zum Forschungsdatenmanagement wurden auch Kapitel zu den Themen Metadaten, Anonymisierung von Individualdaten und Cloud-Computing ergänzt. Eine wichtige Hilfestellung bietet darüber hinaus eine Darstellung der strategischen Aktivitäten und Fördermaßnahmen, die in Deutschland für den Aufbau von IT-Infrastrukturen in der Medizin genutzt werden können.

Dem IT-Reviewing Board der TMF gehören führende Experten für Forschungs-IT in der Medizin an. Die Analysen und Berichte werden vor der Veröffentlichung auch in der Arbeitsgruppe IT-Infrastruktur und Qualitätsmanagement der TMF breit abgestimmt.

Scroll to Top