Weiterbildung „Singen und Musizieren mit dementiell erkrankten Menschen“

Seit 2015 kooperieren die Universität Vechta und die Katholische Akademie Stapelfeld (KAS) im Bereich der Weiterbildung. Bereits zum zweiten Mal wird nun die zweitägige Fortbildung „Singen und Musizieren mit dementiell erkrankten Menschen“ durchgeführt. Angesprochen sind haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen in der Pflege sowie die Angehörigen Betroffener. Veranstaltungsort der Fortbildung am 4. und 5. April ist die KAS in Cloppenburg.

„Musik weckt wie kaum eine andere Aktivität die Lebensgeister dementiell erkrankter Menschen“, erläutert Dr. Ulrike Kehrer das Format. „Das gemeinsame Singen und Musizieren lässt sie ihre eigenen Fähigkeiten spüren und vermittelt ihnen das Gefühl dazuzugehören.“ Die Dozentin für Musik an der KAS initiierte die Fortbildung gemeinsam mit Prof. Dr. Theo Hartogh, Professor für Musikpädagogik und historische Musikwissenschaft an der Universität Vechta und Co-Autor mehrerer Standardwerke zum Musizieren im Alter. „Über Musik können wir von Demenz betroffene Personen auch dann noch erreichen, wenn Gespräche nicht mehr möglich sind“, so Hartogh. „Sogar die Symptome der Krankheit können gemildert werden.“

Wie Musik in der Begleitung und Betreuung von dementiell Erkrankten konkret eingesetzt werden kann, wird in dem Kurs in ausgiebigen Praxiseinheiten vermittelt. So werden viele bekannte und neue Lieder eingeübt, die mit einfachen Bewegungen und leicht handhabbaren Instrumenten gestaltet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Singen in Plattdeutsch, der eigentlichen Muttersprache vieler dementiell Erkrankter der hiesigen Region.

Vorerfahrungen mit Instrumenten oder im Chor sowie Notenkenntnisse sind zur Kursteilnahme nicht erforderlich. Anmeldungen sind ab sofort in der KAS möglich. Informationen gibt es unter www.ka-stapelfeld.de/programm oder telefonisch unter 04471 1881128.

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