Wegweiser Arbeitsfähigkeit geht online: Teilhabe am Berufsleben trotz chronischer Krankheit

Das Angebot wurde entwickelt von Professor Dr. Wilfried Mau und Dipl.-Psych. Yvonne Drambyan vom Institut für Rehabilitationsmedizin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Als beispielhafte chronische Erkrankung diente die rheumatoide Arthritis; die Website ist aber unabhängig von der jeweiligen Erkrankung zu nutzen.

„Gesundheit fördern – Arbeitsfähigkeit erhalten“ – unter diesem Motto bietet die Website www.wegweiser-arbeitsfaehigkeit.de Ärzten Unterstützung bei der persönlichen Beratung von Patienten mit chronischen Erkrankungen, gibt Orientierung im Dschungel der gesetzlichen und sozialmedizinischen Rahmenbedingungen, hilft bei der Beantragung, z. B. von Reha-Maßnahmen, Heil- oder Hilfsmittelversorgung und liefert – exemplarisch gezeigt am Beispiel der rheumatoiden Arthritis – praxisrelevante Informationen zu konkreten Aktivitäten zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit.

Egal, ob es um Rehabilitationssport geht, um den passenden Ansprechpartner im Betrieb oder die Voraussetzungen zu einer Erwerbsminderungsrente – alle Informationen sind klar gegliedert und durch Verlinkungen zu den jeweiligen Institutionen und Dokumenten auch immer aktuell.

Chronisch kranken Menschen hilft die Website durch ihre übersichtliche Gestaltung dabei, alle Informationen aufzufinden, die sie in die Lage versetzen, gleichberechtigt am Erwerbsleben teilzuhaben oder trotz Behinderung weiterhin aktiv zu sein. Es geht z. B. um konkrete medizinische Maßnahmen, Wiedereingliederungshilfen oder Teilzeitarbeitsmöglichkeiten.

Das Projekt wurde von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. mit großzügiger finanzieller Unterstützung der Firma AbbVie Deutschland GmbH (die jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt hatte) gefördert und von einer Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband e. V. und des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte e. V. erarbeitet. Es basiert auf einer Broschüre, die bereits im letzten Jahr als konkrete Handlungsanleitung zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit in drei Papierversionen (für Allgemeinärzte/Rheumatologen, Patienten und Betriebsärzte) fertiggestellt wurde.

„Die besondere Stärke der Website besteht darin, dass hier erstmals alle relevanten Informationen zu dem Thema zusammengeführt wurden – von den protektiven Faktoren zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit über die therapeutischen Möglichkeiten bis hin zu arbeitsrechtlichen Fragen oder nicht-medizinischen Interventionen wie etwa Umgestaltung des Arbeitsplatzes“, betont Prof. Mau. „Um den praktischen Nutzen zu optimieren, haben wir neben Ärzten und Patienten auch Experten aus den Bereichen Physio-, Ergo-, Psychotherapie und Sozialarbeiter in den Erstellungsprozess einbezogen. Wir hoffen, dass die Website nun intensiv genutzt wird und freuen uns über Rückmeldungen zur weiteren Optimierung.“

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit mehr als 80 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung und deren Entwicklung in Deutschland. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die DGRh unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Ziele zum Nutzen der Allgemeinheit.

Ansprechpartner bei Rückfragen:
Prof. Dr. Wilfried Mau
Dipl.-Psych. Yvonne Drambyan

Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Rehabilitationsmedizin
06097 Halle (Saale)
Tel.: 0345 557-4204
Fax: 0345 557-4206
E-mail: reha@medizin.uni-halle.de
www.wegweiser-arbeitsfaehigkeit.de

Bildunterschrift:
Das Kernteam zum „Wegweiser Arbeitsfähigkeit“:
Von links: Marion Rink, Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband, Prof. Wilfried Mau, Institut für Rehabilitationsmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dipl.-Psych. Yvonne Drambyan, Institut für Rehabilitationsmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Prof. Dr. Ekkehard Genth, Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (Quelle: AbbVie Deutschland GmbH & Co KG)

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