Weg frei für erste Geriatrie-Professur in MV

Die Betten des Lehrstuhls werden am Kreiskrankenhaus Wolgast angesiedelt sein. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen der Fördermaßnahme „Stärkung der Forschung in der Geriatrie und Gerontologie“ eine Projektkonzeption der Unimedizin Greifswald als positiv bewertet und den Weg für einen neuen Lehrstuhl für Altersmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald und den ersten dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern geebnet.

„Das ist ein großer Erfolg für die Universitätsmedizin Greifswald und das Kreiskrankenhaus Wolgast. Damit können neue Angebote in Forschung, Lehre und auch in der Versorgung entwickelt werden. Wir müssen den demografischen Wandel mit einer alternden Bevölkerung so bewältigen, dass es auch in Zukunft gelingt, eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung unseres Landes zur Verfügung zu stellen. Mit dem neuen Lehrstuhl wird ein Beitrag hierfür geleistet“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe.
Dazu sagte die Geschäftsführerin des Kreiskrankenhauses, Marie le Claire: „Unser anspruchsvolles Konzept ist sehr gut aufgenommen worden. Die gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt, weil wir auf hohem Niveau in die Forschung einsteigen und die Lehre intensivieren können. Die stationären Betten am Kreiskrankenhaus erhalten damit einen universitären Status. Dies kommt direkt den Patienten in Wolgast vor Ort zugute.“

Der aufwändige Projektantrag wurde von der Leitenden Chefärztin am Kreiskrankenhaus Wolgast, Professorin Elisabeth Steinhagen-Thiessen, in enger Zusammenarbeit mit dem Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Professor Hans J. Grabe, erarbeitet. Das Konzept sieht die Etablierung einer Stiftungsprofessur für Geriatrie und Gerontologie vor sowie den Aufbau einer Forschungsgruppe. „Die positive Bewertung ist ein Meilenstein für die Altersmedizin in Wolgast und ganz Mecklenburg-Vorpommern“, betonte die erfahrene Geriaterin und Wissenschaftlerin Steinhagen-Thiessen. „Angesichts der demografischen Entwicklung ist die Stärkung der multiprofessionellen Versorgung von älteren Patienten ebenso wie die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und die Forschung ein dringendes Gebot unserer Zeit und der Zukunft.“

Die Unimedizin Greifswald wird die Professur im zweiten Verfahrensschritt nun ausschreiben. Der künftigen Professorin bzw. dem künftigen Professor obliegt es dann, ein Arbeitsprogramm für die maximal sechsjährige Förderung der Forschungsgruppe durch das BMBF zu erstellen. „Ziel ist es, spätestens in zwei Jahren mit dem neuen Lehrstuhl und der Forschungsgruppe arbeitsfähig zu sein“, sagte Prof. Dr. Max P. Baur, Dekan und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Greifswald.

Kreiskrankenhaus Wolgast gGmbH
Akademisches Lehrkrankenhaus
der Universität Greifswald
Geschäftsführerin: Marie le Claire
Chausseestraße 46, 17438 Wolgast
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