Was tun bei Migräne? Effektive Hilfe bei quälenden Migräneattacken

Es gibt in der Medizin mehr als 150 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Eine der am häufigsten vorkommenden Arten stellt die Migräne dar – ein anfallsweise auftretender Kopfschmerz, der durch Bewegung noch verstärkt wird und der oftmals mit anderen Symptomen wie Licht- und Lärmempfindlich, Sehstörungen oder Übelkeit einhergeht. Die beste Medizin gegen die Migräne ist die Vorbeugung, aber auch wenn es dafür zu spät ist, stehen effektive Hilfen bereit.

Migränetypen & Ursachen

Unter einer Migräne leiden rund zehn Prozent der Bevölkerung. Die Migräne wird mitsamt den migräneartigen Erkrankungen in fünf Klassen eingeteilt:
    •    die gewöhnliche Migräne ohne Aura
    •    die klassische Migräne mit einer Aura
    •    die retinale Migräne
    •    die wahrscheinliche Migräne
    •    die Migränekomplikationen

Die genauen Ursachen dieser Krankheit sind jedoch immer noch unbekannt. Allerdings wird inzwischen davon ausgegangen, dass bei einer Migräne das nötige Gleichgewicht des Gehirnstoffwechsels einer Störung unterliegt. Die Auslöser einer Migräne, die sogenannten Trigger, sind dagegen jedoch bekannt:
Stress, Schlafmangel oder auch Umweltfaktoren können eine Migräne auslösen.

Oftmals werden die Anfälle bei Frauen auch durch hormonelle Schwankungen ausgelöst – bei rund der Hälfte der weiblichen Migränepatienten gibt der Menstruationszyklus den Auslöser für eine Attacke.

Praktische Vorbeugung und 1. Hilfe

Das effektivste Mittel gegen die Migräne ist die gewissenhafte Vorbeugung. Besonders wenn der Patient unter häufigen oder länger anhaltenden Attacken leidet, können unter Abwägung der Nutzen und des Risikos Betablocker, Calciumantagonisten oder Antiepileptika verabreicht werden. Eine wirksame Vorbeugung stellt auch die Akupunktur dar, die mit weniger Nebenwirkungen meist mindestens genauso wirksam ist wie eine medikamentöse Vorbeugung. Auch verschiedene Entspannungstechniken können das Auftreten von Migräneattacken verringern oder sogar ganz verhindern. Kommt es jedoch erst zu einer Migräneattacke, ist wirksame Hilfe ratsam. Bei einer leichten bis mittelschweren Migräne hilft zumeist die Gabe von Acetylsalicylsäure, Naproxen, Ibuprofen, Diclofenac oder Paracetamol. Bei stärkeren Migräneattacken helfen Triptane und weitere Medikamente, die jedoch zwingend von einem Arzt verschrieben werden müssen. Weitere Hinweise und Produkte hat zum Beispiel die Europa-Apotheek auf einer nützlichen Infoseite zusammengestellt. Kündigt sich ein Migräneanfall an, so sollten Patienten sofort ausruhen, das Zimmer abdunkeln und gegebenenfalls die Stirn kühlen. Oftmals helfen auch ein warmes Kirschkernkissen im Nacken und die sofortige Gabe von Schmerzmitteln. Die Migräne ist eine lästige Krankheit – aber der Kampf gegen die Attacken ist nicht aussichtslos. Mit einer gezielten Vorbeugung können die Kopfschmerzanfälle wirksam reduziert oder auch ganz verhindert werden. Vor allem zu viel Stress sollte dabei gemieden werden; ebenfalls spielen Auslöser wie Alkohol, Gerüche und Schlafentzug eine wichtige Rolle. Patienten sollten sehr genau Buch darüber führen, wann genau es zu den Migräneattacken kommt, um die persönlichen Auslöser zu lokalisieren – und nach Möglichkeit auch vermeiden – zu können. Dann verliert auch irgendwann die Migräne ihren Schrecken.

Links zu weiterführenden Informationen:
http://www.apotheken-umschau.de/Migraene
http://www.stern.de/kopfschmerz/erkrankungen/migraene-gewitter-im-kopf-597723.html
http://www.dmkg.de/

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