Was schadet, was tut gut? – Enorme Wissensbasis über Neugeborene

Bereits zwanzig Jahren widmet sich die Universität Greifswald mit der Erwachsenen-Gesundheitsstudie SHIP (Study of Health in Pomerania) der epidemiologischen Forschung. Im Jahr 2002 wurde dieses Programm durch die Neugeborenen-Untersuchung SNiP ergänzt. „Seitdem wurden Daten von der Schwangerschaft bis hin zum Neugeborenen im Kontext mit soziodemografischen und genetischen Faktoren erhoben, die für die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung von enormer Bedeutung sind“, sagte der Projektleiter und Leiter der Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald, Prof. Matthias Heckmann. „Daher ist ein Symposium über diese enorme Wissensbasis vor und nach der Geburt in Greifswald längst überfällig.“

Neben dem Austausch neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse insbesondere aus der Folgestudie SNiP II sollen bestehende Kooperationen dargestellt und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgelotet werden. So werden Wissenschaftlerinnen von der polnischen Nachbaruniversität in Stettin nicht nur Vorträge halten, sondern gemeinsam mit den Greifswalder Ärzten ein grenzüberschreitendes Projekt zur Gesundheit von Müttern und ihren Neugeborenen planen. Zur Tagung werden zudem Forscher aus den Niederlanden und der frühere Ärztliche Direktor der Unimedizin Greifswald und Neonatologe, Prof. Christoph Fusch, von der McMaster University in Hamilton (Kanada) erwartet. Schwerpunkte der seit 2013 laufenden Nachfolgestudie SNiP II sind Fragestellung des Stillverhaltens und der Ernährung während der Schwangerschaft.

HINTERGRUND
Die Neugeborenenstudie SNiP wurde 2002 als bevölkerungsbezogene Erhebung in Greifswald und im damaligen Landkreis Ostvorpommern unter Einbeziehung aller Entbindungseinrichtungen und Kinderkliniken (Greifswald, Wolgast, Anklam) gestartet. Bis Ende 2008 wurden über 6.800 Neugeborene mit ihren Gesundheitsdaten in die Studie der Community Medicine aufgenommen. Seit Anfang 2013 läuft die Nachfolgestudie SNiP II.
Angeborene Erkrankungen, insbesondere Fehlbildungen, Frühgeburtlichkeit und Wachstumsminderung gehören zu den häufigsten Ursachen einer medizinischen Betreuung im Neugeborenenalter. Ein Teil der Erkrankungen ist erbbedingt oder wird durch mütterliche Erkrankungen während der Schwangerschaft hervorgerufen. Einbezogen werden auch äußere Einflüsse wie physikalische oder chemische Faktoren, so zum Beispiel Umweltbelastungen und Medikamente in der Schwangerschaft, sowie die Lebensbedingungen der Eltern.

Universitätsmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Kinder und Jugendmedizin
Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin
Leiter: Prof. Dr. med. Matthias Heckmann
T +49 3834 86-64 21
E matthias.heckmann@uni-greifswald.de
Studienärztin: Dr. Anja Lange
T +49 3834 86 19 889
E anlange@uni-greifswald.de
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