Was muss bei der Installation eines Treppenlifts beachtet werden?

Installation eines Treppenlifts für den Erhalt der Mobilität

Installation eines Treppenlifts. Mobilität ist vor allem im Alter ein Thema, das Betroffene, aber auch Angehörige beschäftigt: Eine möglichst selbstbestimmte, eigenständige Alltagsgestaltung steigert die Lebensqualität und kann das allgemeine Wohlbefinden fördern. In den eigenen vier Wänden ist häufig ein Treppenlift die Lösung, wenn es darum geht, einzelne Stufen oder ganze Etagen zu überwinden. Die Installation ist bei nahezu jeder Treppe möglich, da die Schienenelemente individuell angepasst werden können. Relevant sind in diesem Zusammenhang vor allem die Auswahl eines geeigneten Treppenlift-Modells und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.

Bauliche Voraussetzungen klären

Ein kompetenter Anbieter prüft bei einer persönlichen Besichtigung die Gegebenheiten vor Ort. Er begutachtet die Form und Konstruktion der Treppe und vermisst diese. Darauf basierend können Empfehlungen zum geeigneten Treppenlift ausgesprochen werden. Entscheidend für die richtige Lösung ist weiterhin, ob die Montage im Innen- oder Außenbereich erfolgen soll. Daneben sind einige rechtliche Kriterien zu beachten, darunter

  • Mindestlaufbreite der Treppe sichern
  • Brandschutz
  • Fluchtwege
  • Gebäudegröße/Anzahl der Personen

Es gelten die in DIN 18065 festgehaltenen gesetzlichen Regelungen der Bauordnung, die im Detail in den Bundesländern abweichen können.

Mieter oder Eigentümer?

Hauseigentümer sind bei der Treppenlift-Installation frei in ihrer Entscheidung, sofern die baurechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Mieter haben grundsätzlich Anspruch auf einen zu bewältigenden, also barrierefreien Zugang zu ihrer Wohnung – dies ist in § 554a BGB geregelt. Der Vermieter muss jedoch nicht für die Kosten aufkommen. Wer Inhaber einer Eigentumswohnung ist, muss vor der Installation das Einverständnis der Eigentümergemeinschaft einholen, da es sich um eine Maßnahme am gemeinschaftlichen Objekt handelt.

Kostenplanung für den Treppenlift

Die Kosten für die Anschaffung und den Einbau sind wesentliche Entscheidungskriterien: Übersteigen sie das Budget, würde das für Betroffene eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit bedeuten. Anbieter wie thyssenkrupp Home Solutions informieren nicht nur über die technischen Details und übernehmen die Montage, sondern beraten auch hinsichtlich eventueller Finanzierungsoptionen und möglicher Zuschüsse für einen Treppenlift. Es ist ohnehin empfehlenswert, ein Unternehmen zu beauftragen, welches den gesamten Service rund um den Treppenlift aus einer Hand anbietet, denn dieses kann einen konkreten Kostenvoranschlag erstellen und es gibt später keine Gewährleistungs-, Garantie- oder Wartungsprobleme.

Antrag auf Einbau eines Treppenschrägaufzugs

Ein kundenfreundlicher, souveräner Anbieter bietet Unterstützung bei den Formalitäten vor dem Treppenlift-Einbau: Neben der Kenntnis Bau-aufsichtlicher Anforderungen weiß er, an welche Behörde der Antrag für eine Baugenehmigung gestellt werden muss. Sollte eine Bau-aufsichtliche Begehung erforderlich sein, wird ein kompetenter Ansprechpartnerebenfalls vor Ort sein, um die technischen Details zu klären.

Insbesondere in einem Mehrparteienhaus ist zu prüfen, wie viele Personen die Treppe nutzen und ob es alternative Fluchtwege gibt. Diesbezüglich ist die Breite der Treppe relevant, abgestimmt auf die Größe des Gebäudes und die Anzahl der Personen, die sie im Notfall nutzen müssen: Je nachdem muss trotz Treppenlift eine gewisse Mindestlaufbreite zur Verfügung stehen. Diese kann in einem ausschließlich privat genutzten Eigentumshaus wesentlich geringer sein als in einem großen Gebäude, in welchem täglich viele Menschen ein und aus gehen. In der Regel sind aber schmale Treppen kein Hindernis, denn es gibt zusammenklappbare Lifte, die die erforderliche Breite nicht dauerhaft einschränken.

Anspruch auf Wohnumfeld verbessernde Maßnahme

Im Alter leidet der Bewegungsapparat zunehmend an Verschleißerscheinungen, die Muskulatur baut schneller ab und die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt. Oft fällt es Senioren daher schwer, Höhenunterschiede wie Stufen ohne Hilfsmittel zu überwinden. Ähnlich ergeht es vielen Menschen aufgrund einer Behinderung sowie den beeinträchtigenden Folgen einer Krankheit oder eines Unfalls. Die Krankenkassen und Pflegeversicherungen sind ebenso wie Betroffene und Angehörige daran interessiert, dass Menschen im Alter mobil bleiben: Das spart unter Umständen Kosten für Pflegepersonal. Die finanzielle Unterstützung setzt einen entsprechenden Pflegegrad voraus, der vor der Treppenliftinstallation gegebenenfalls vom medizinischen Dienst zu ermitteln ist. Wichtig ist daher, sich rechtzeitig an die zuständige Krankenkasse zu wenden.

Die Mobilitätsförderung im Alter ist auch Bestandteil einer Studie der Universität Bremen (https://elib.suub.uni-bremen.de/edocs/00104754-1.pdf). Hier heißt es unter anderem, dass die Unterstützung der Selbstständigkeit das Sturz- und Kontrakturrisiko verringern sowie zur Kontinenzförderung beitragen kann. Ebenso befasst sich die Studie mit den sozialen Aspekten: Der Verbleib im gewohnten häuslichen Umfeld ist für alte Menschen und solche mit Handicap besonders wichtig.

Treppenlift-Installation von Anfang an richtig planen

Wer die Anschaffung und den Einbau eines Treppenlifts von Anfang an richtig plant, erspart sich unnötige Komplikationen, Zusatzkosten und Probleme nach der Montage. Die durchdachte Planung beginnt mit der Auswahl eines Anbieters, der den gesamten Service rund um den Treppenlift aus einer Hand anbietet. Dazu zählt neben der Prüfung der baulichen Gegebenheiten im Vorfeld und Auswahl des passenden Modells die Unterstützung bei relevanten Anträgen sowie die Wartung nach dem Einbau. Sollte es trotz sorgfältiger Vorbereitung Probleme mit einer Kostenübernahme oder Bezuschussung geben, ist der Sozialverband VdK Deutschland e. V. der richtige Ansprechpartner: Ein Treppenlift wird hier neben anderen Hilfsmitteln ausdrücklich zum Erhalt der Mobilität empfohlen. Verbandsmitglieder werden in der Wahrnehmung ihrer Rechte unterstützt.


Senioren und Pflege

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