Was kann das Betriebliche Gesundheitsmanagement zur Arbeitgeberattraktivität beitragen?

Zahlreiche Gäste kamen Mitte des Monats in den Hörsaal 2 der EAH Jena zum Workshop des Thüringer Netzwerkes für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Auf der Agenda stand besonders die Arbeitgeberattraktivität.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Heike Kraußlach, Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena, berichtete Manuela Rauch, Personalleiterin und BGM-Verantwortliche der Optics Balzers Jena GmbH, in einem spannenden und praxisnahen Vortrag von der Motivation und den Zielen des Unternehmens, unterschiedlichste Maßnahmen der „Gesunden Arbeit“ für seine Beschäftigten bereitzuhalten. Diese reichen von der verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf über die Bindung von Fachpersonal und die Förderung eines positiven Betriebsklimas bis hin zur Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten. Sie verdeutlichte, welche Veränderungen hinsichtlich der Arbeitgeberattraktivität mit dem Einführen dieser Maßnahmen und mit der Zertifizierung durch das Thüringer Siegel für Gesunde Arbeit im Jahr 2017 einhergingen.

Im Anschluss sprach Oliver Kolbe, wissenschaftlicher Mitarbeiter der EAH, über seine Studie zur Analyse der Auswirkungen von Gleitsichtbrillen und Gleitsichtkontaktlinsen auf die Körperhaltung von Beschäftigten an Bildschirmarbeitsplätzen. Thüringer Unternehmen haben die Möglichkeit, sich an dieser Studie zu beteiligen und kostenlos die Bildschirmarbeitsplätze ihrer Beschäftigten individuell optimieren zu lassen. Der Kontakt zu Herrn Kolbe ist über die Kolleginnen des BGM im Fachbereich Betriebswirtschaft der EAH Jena zu erhalten. Die Kaffeepause nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Es folgte Prof. Dr. Heike Kraußlach mit der Vorstellung des Zertifikatslehrgangs „Betriebliche/r Gesundheitsmanager/in (FH)“. Dieser wird seit 2019 an der EAH in Zusammenarbeit mit der Jenaer Akademie Lebenslanges Lernen e. V. (JenALL) angeboten. Der modular aufgebaute Kurs vermittelt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der Gesunden Arbeit und befähigt sie dazu, gesundheitsbezogene Managementaufgaben im Unternehmen zu übernehmen.

Marcel Brenner, Personal- und BGM-Verantwortlicher bei der Firma Indu-Sol GmbH, berichtete sehr anschaulich von der beeindruckenden Entwicklung des BGMs bei der Indu-Sol GmbH in den vergangenen Jahren und den Auswirkungen auf die eigenen Beschäftigten (Mitarbeiterbindung) und auf die Außendarstellung des Unternehmens (Fachkräftegewinnung). Herr Brenner verdeutlichte, dass die Verleihung des Thüringer Siegels für Gesunde Arbeit im Jahr 2016 und sein Motto „Tue Gutes und sprich darüber“ wesentliche Erfolgsfaktoren im Hinblick auf die Arbeitgeberattraktivität der Indu-Sol GmbH sind.

Das Team Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen dankt der Referentin und den Referenten sowie allen Gästen für die gelungene Veranstaltung!

Team Netzwerk Gesunde Arbeit in Thüringen

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Heike Kraußlach

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