Was ist Yoga Pilates?

Yoga Pilates

Yoga und Pilates – was ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Sportarten? Eine gute Frage. Wer beides schon ausprobiert hat, weiß: Beide Disziplinen überschneiden sich teilweise. Einige Übungen bzw. Asanas sind ähnlich. In beiden geht es darum, sanft den Körper zu stärken und zur eigenen Mitte zu finden. Da ist es nur naheliegend, Yoga und Pilates zu verbinden.

Was ist Yoga?

Um zu verstehen, wie Yoga Pilates funktioniert, ist es wichtig, sich die einzelnen Bestandteile davon anzuschauen. Auch wenn es in Fitnessstudios manchmal anders trainiert wird, ist Yoga eigentlich keine klassische Sportart. Es geht nicht darum, ein bestimmtes Erscheinungsbild zu erreichen, sondern darum, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Neben den körperlichen Übungen, den Asanas, spielen auch Meditation und Atemtechniken eine wichtige Rolle.

Yoga ist im Übrigen nicht gleich Yoga. Es gibt diverse, sehr unterschiedliche Stile – vom schweißtreibenden Ashtanga Yoga über das fließende Vinyasa Yoga bis hin zum entspannenden Yin Yoga. In der westlichen Welt verbinden wir mit dem Yoga meist nur körperliche Übungen und Meditation. Tatsächlich steckt dahinter jedoch eine jahrhundertealte Philosophie, die viele weitere Aspekte des Lebens umfasst.

Was ist Pilates?

Während Yoga eine starke mentale Komponente hat, geht es beim Pilates vor allem um den Körper. Entwickelt wurde die Methode von dem Deutschen Joseph Hubertus Pilates, der von 1883 bis 1967 lebte. Sein Ziel war es, den Körper mit sanften Methoden zu stärken, besonders im Zentrum. Dort ist die Körpermitte, das sogenannte „powerhouse“. Es umfasst die tiefliegende Bauch- und Rückenmuskulatur sowie die Beckenbodenmuskulatur – also genau die Muskelgruppen, die bei Rückenschmerzen eine wichtige Rolle spielen können und bei anderen Sportarten oft nicht effektiv angesprochen werden.

Pilates hat nur wenig mit körperlichem Drill zu tun. Die sanften Übungen helfen dabei, ein Bewusstsein für den eigenen Körper zu entwickeln. Besonderes Augenmerk liegt auf der korrekten Ausführung von Teaser, The Hundred und Co. Dabei hilft die Atemtechnik, die im Pilates angewendet wird. Sie sorgt dafür, dass die Übungen bewusst ausgeführt und die Muskeln effektiv aktiviert werden.

Wie kombiniert Yoga Pilates die beiden Disziplinen?

Der Zusammenschluss von Yoga und Pilates zu Yoga Pilates ist gar nicht so abwegig. Tatsächlich ließ sich Joseph Pilates vom Yoga inspirieren, als er seine Methode entwickelte. Yoga Pilates beginnt oft mit den kraftvollen Pilatesübungen, um den Körper zu stärken. Anschließend folgen die Asanas aus dem Yoga, die dehnen und Körperbewusstsein schaffen. Zum Abschluss wird meditiert, um neben dem Körper auch den Geist zu entspannen und zu stärken.

Was sind die Vorteile von Yoga Pilates?

Viele Menschen machen Sport, um vom Alltag abzuschalten. Dieser ist oft geprägt von sitzenden Tätigkeiten und Stress. Das bedeutet in vielen Fällen: Rückenschmerzen, Verspannungen und einen unbeweglichen Körper. Yoga Pilates kombiniert zwei Methoden, um zum einen den Körper effektiv zu stärken und zu dehnen und zum anderen den Geist zu entspannen. So lassen sich Beschwerden durch einseitige Tätigkeiten und stressbedingte Unruhe lindern. Der starke Fokus auf die Atmung kann auch im Alltag helfen, besser durchzuatmen und so den Körper „on the go“ zu entspannen.

Ein weiterer Vorteil von Yoga Pilates: Durch das Pilates wird die Beckenbodenmuskulatur trainiert. Diese wird in anderen Sportarten oft vernachlässigt, obwohl sie sehr wichtig für das körperliche Wohlbefinden ist. Sie stützt die Wirbelsäule und die inneren Organe. Ein starker Beckenboden kann außerdem bei Blasenschwäche sehr hilfreich sein. Einfache Yoga-Pilates-Übungen für Zuhause, die sich auf den Beckenboden konzentrieren, gibt es zum Beispiel auf dieser Seite.

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