Was hilft bei Reiseübelkeit?

Was hilft bei Reiseübelkeit

Was hilft bei Reiseübelkeit? Ein Mann sitzt in einem Flugzeug das mit Turbolenzen kämpft. Eine Frau befindet sich auf einer Kreuzfahrt und ist dem starken Wellengang ausgesetzt. Ein Kind sitzt auf der Rückbank eines Autos und klagt über Bauchschmerzen. Alle drei haben das gleiche Problem. Sie leiden unter Reiseübelkeit.

Man darf Reiseübelkeit nicht mit herkömmlichen Bauchschmerzen vergleichen. Sie beginnt mit immer schlimmer werdender Übelkeit, Blässe und Kopfschmerzen und kann zu Schwindelanfällen, Übermüdung, kaltem Schweiß und Brechreiz führen. Doch selbst nach dem Erbrechen ist der Horror meist nicht vorbei.

Was ist die Ursache von Reiseübelkeit?

Wenn man es genau nimmt, darf man Reiseübelkeit (auch Kinetose genannt) nicht als Krankheit bezeichnen, denn es ist im Prinzip nur eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine im Kopf produzierte Verwirrung.

Wenn wir uns beispielsweise im Bauch eines Schiffes befinden, registrieren unsere Augen keinerlei Bewegung. Bei starkem Wellengang jedoch, meldet unser Gleichgewichtssinn, der im Innenohr sitzt, gleichzeitig starke Schwankungen. Das Gehirn kann diesen Widerspruch nicht verarbeiten und produziert den Stressbotenstoff Histamin. Je mehr hiervon ausgeschüttet wird, desto heftiger ist die körperliche Reaktion mit Übelkeit.

Allgemeine Tipps und Tricks gegen Übelkeit bei Autofahrten

Um der Übelkeit im Auto vorzubeugen sollte man drei Dinge beachten.

Erstens: Den Mund beschäftigen. Kaugummi kauen oder Bonbons lutschen ist hierfür ideal. Auf den Genuss von Alkohol, Kaffee und Zigaretten, sollte man hingegen komplett verzichten.

Zweitens: Ablenkung. Wenn jemand öfter mit Übelkeit bei Reise zu kämpfen hat, entsteht eine Abneigung gegenüber längeren Fahrten. Das kann sich im schlimmsten Fall bis hin zu Angstgefühlen steigern. Man geht von vornherein davon aus, dass einem auf jeden Fall übel wird und steigert sich in diese Angst hinein. Dabei verkrampft man sich nur umso mehr.

Um sich davon abzulenken, sollte man Gespräche über Reiseübelkeit auf jeden Fall vermeiden. Außerdem hilft es Musik zu hören. Am Besten ist es natürlich, wenn man versucht zu schlafen.

Drittens: Entspannung. Um die Verkrampfung des Körpers, aber auch die des Geistes (Angst), zu lösen, ist es wichtig, tief in den Bauch zu atmen. Ein anderes Mittel ist Akupressur. Mit den Fingern leicht die Schläfe massieren, kann wahre Wunder wirken.
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Dies sind nur ein paar von ganz vielen Möglichkeiten die Übelkeit auf natürliche Art und Weise loszuwerden. Weitere Tipps finden sich im Magazin von Holidayinsider. Doch was kann man tun, wenn absolut nicht davon hilft.

Hausmittel oder Medikamente?

Wenn man nach nützlichen Hausmitteln sucht, um seine Reiseübelkeit in den Griff zu bekommen, stößt man auf die interessantesten Methoden.

Die einen meinen, man sollte während der Reise eine Kartoffel in der Hand halten, das würde helfen. Andere schwören darauf, dass ein über den Bauchnabel geklebtes Pflaster wahre Wunder wirkt. Mit einem mp3-Player Musik hören, wobei sich Linkshänder den Ohrstöpsel ins rechte Ohr und Rechtshänder ins linke Ohr stecken sollen, ist ein weiteres Hausmittel.

Ob diese Hausmittel wirklich helfen, bleibt fraglich. Da bleibt einem nur das ausprobieren. Aber allein der Glaube daran, dass sie helfen, wirkt sich auf jeden Fall schon positiv auf die Reiseübelkeit aus.

Wenn man sich lieber mit Tabletten behelfen möchte, sollte man sich in jedem Fall von einem Arzt oder der Apotheke beraten lassen. In den meisten Medikamenten gegen Reiseübelkeit ist der Wirkstoff Dimenhydrinat enthalten. Diese Tabletten blockieren die Wirkung des Stressbotenstoffs Histamin im Körper und wirken bis zu vier Stunden. Ein pflanzliches Mittel wären Ingwer-Tabletten. Für Kleinkinder empfehlen sich vor allem Zäpfchen.

Letzten Endes muss jeder, der mit Reiseübelkeit zu kämpfen hat, für sich selbst entscheiden, wie er damit umgehen möchte. Der eigene Körper ist der Einzige, der einem sagen kann, was für jemanden gut ist oder schlecht.

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