Was bei vorzeitigem Samenerguss hilft

Den vorzeitigen Samenerguss hat sicherlich schon einmal jeder Mann erlebt. Stimmung, Umgebung oder auch eine besonders aufregende, sexuelle Situation können mögliche Gründe sein. Doch was kann „Mann“ tun, wenn die Erektionsstörung dauerhaft anhält und im Schlafzimmer immer mehr Frust als Leidenschaft herrscht?

Wann ist „zu früh“ zu früh?

Wann von einem vorzeitigen Samenerguss gesprochen wird, lässt sich nicht pauschal in Sekunden oder Minuten messen. Vielmehr spielt die (nicht vorhandene) Kontrolle eine wesentliche Rolle. Während Männer ohne diese Störung den Samenerguss hinauszögern und die Intensität des Orgasmus somit steigern können, leiden Männer mit dieser Funktionsstörung unter einem unkontrollierbaren Reflex, der eine Ejakulation auslöst. Man spricht von einem vorzeitigen Samenerguss.

Mögliche Ursachen einer Erektionsstörung

Ursachen können sowohl körperlichen als auch psychologischen Belastungen zu Grunde liegen. Entzündungen der Harnröhre, eine zu kurze Vorhaut, die Einnahme von bestimmten Medikamenten, Depressionen oder längere Abstinenz können einen vorzeitigen Samenerguss auslösen. Häufig spielen auch Stress, Müdigkeit, negative sexuelle Erfahrungen und die Angst vor dem Scheitern eine große Rolle bei Ejakulationsstörungen.

Behandlung und Therapie

Kommt es zu gelegentlichen Erektionsproblemen, bedarf es keiner weiteren Behandlung. Tritt jedoch der vorzeitige Samenerguss regelmäßig auf, kann der Leidensdruck groß werden. Hier muss gehandelt werden. In erster Linie ist der Dialog zwischen den Partnern sinnvoll. Ängste können durch gemeinsame Gespräche abgebaut und Fehlkommunikation vermieden werden. Wiederholtes Masturbieren oder häufiger Geschlechtsverkehr können den Samenerguss ebenfalls hinauszögern. Die Stopp-Start-Methode und Squeeze-Methode sind manuelle Möglichkeiten, den Samenerguss hinauszuzögern und eine verbesserte Wahrnehmung des Ejakulationszeitpunkts zu erreichen. Bleiben diese Maßnahmen erfolglos, kann der Besuch eines Sexual- oder Verhaltenstherapeuten sinnvoll sein. Dieser kann auch mit Hilfe von Medikamenten (z. B. Antidepressiva) den vorzeitigen Samenerguss behandeln. Eine Paar- oder Familientherapie ist von Vorteil, wenn die Partnerin mit einbezogen werden soll.

Der vorzeitige Samenerguss ist die häufigste Sexualstörung beim Mann und gilt immer noch als Tabuthema. Um ihn gezielt behandeln zu können sollten betroffene Männer, gerade in der Partnerschaft oder beim Arzt, offen mit diesem Problem umgehen.

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