Warmer Mantel fürs Haus

(djd). Mit einer guten Wärmedämmung ist das Wohnklima im Haus angenehm und warm, die Wände bleiben trocken. Das weiß man schon seit der Bronzezeit. „Bereits vor rund 3.400 Jahren haben Menschen ihre Gebäude sehr gut wärmegedämmt“, erklärt Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig, Energieberater und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Wohnen und Umwelt in Darmstadt. „Die Energiesparwand von damals bestand aus zwei Schichten Flechtwerk, die mit Lehm beworfen waren. Dazwischen steckte eine Schicht aus getrocknetem Gras.“ Im Laufe der Jahrhunderte folgten dann die Holz- und Holzfachwerkbauweise. Mit der Industrialisierung wurde dann die Massivbauweise das Mittel der Wahl. Doch brachte diese ein noch heute aktuelles Problem mit sich: Massiv gebaute Häuser haben kalte Wände und verbrauchen somit viel Heizenergie.

Vorsicht, Schimmel

„Dort, wo nicht genügend geheizt wird, entsteht Feuchtigkeit auf den Wänden und Decken und der Schimmel hält Einzug“, betont Werner Eicke-Hennig. Diese Probleme seien auch der Grund, warum Baufachleute jetzt vom Massivbau in eine neue Bauweise übertreten würden – die sogenannte Dämmbauweise. Dabei werden spezielle Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) auf das tragende Mauerwerk eines Gebäudes montiert, so der Energieberater: „Wir lösen also die Probleme des Massivbaus, in dem wir nun – wie schon zweimal in der Geschichte – einen bautechnischen Sprung machen“. Mehr Informationen zu den verschiedenen Systemen gibt es beispielsweise auf der Seite http://www.daemmen-lohnt-sich.de des Vereins „Qualitätsgedämmt e.V“.

Technisch optimiert

In gewisser Weise kehren wir mit der Dämmbauweise zu etwas Bewährtem und seit der Bronzezeit Erprobten zurück – das alles ist jetzt nur technisch optimiert, erläutert Werner Eicke-Hennig. Auch die Bauexperten des Verbraucherportals Ratgeberzentrale.de beispielsweise raten dazu, von Anfang an, einen firmenunabhängigen Fachmann mit an Bord zu holen, wenn man sich mit dem Thema Dämmen beschäftigt.

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