Wärmeschutz mit Cellulose

(djd). Altpapier besteht zum größten Teil aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Es lässt sich daher sehr gut verbrennen und somit thermisch verwerten. Doch eigentlich ist der Rohstoff viel zu schade zum Verheizen. Nachhaltiger lässt er sich einsetzen, wenn er zum Beispiel zu einer Cellulosedämmung verarbeitet wird. Die „Altpapier-Dämmungen“ besitzen sehr gute Eigenschaften sowohl beim winterlichen als auch beim sommerlichen Wärmeschutz und schneiden auch im Vergleich mit anderen Dämmmaterialien sehr gut ab. Zudem ist ihre Ökobilanz bereits bei der Herstellung sehr gut.

Schnell und einfach: einblasen statt einbauen

Für die Produktion verarbeiten Hersteller wie etwa Climacell ausschließlich Zeitungspapier aus Druckerei-Rückläufen, die frei von Verschmutzungen sind. Das Papier wird in einem mechanischen Verfahren zu voluminösen Cellulosefasern aufbereitet. Die Fasern kommen dann in Säcken auf die Baustelle. Anders als Dämmelemente werden sie nicht eingebaut, sondern mit einem Schlauch über ein Gebläse direkt vom Lieferfahrzeug aus in Hohlräume des Hauses eingeblasen. Die Hohlräume werden von den Fasern ohne Ritzen und Kanten bis in jeden Winkel ausgefüllt, sodass keine Ritzen übrig bleiben können. Die Cellulosefasern verfilzen und bilden eine elastische Schicht, die auch die Bewegungen etwa eines Holzständerbauwerks ausgleichen kann.

Kein Verschnitt und keine Materialreste

Der Energie- und Rohstoffaufwand für die Herstellung und Verarbeitung einer Cellulosedämmung ist sehr gering. Zusätzlich positiv auf die Energiebilanz wirkt es sich zudem aus, dass durch die lose Verarbeitung kein Verschnitt und keine Materialreste anfallen. Was beim Einbau übrig bleibt, nimmt der Verarbeiter einfach wieder mit, um es an anderer Stelle weiterzuverwenden. Unter http://www.climacell.de finden Bauherren und Modernisierer viele weitere Infos über die Eigenschaften und die Verarbeitung von Cellulosedämmungen.

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