Vortragsreihe: Das Ende der Globalisierung?

Pressemitteilung
Heidelberg, 24. Oktober 2016

Vortragsreihe: Das Ende der Globalisierung?
Wissenschaftler diskutieren Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit

Erleben wir derzeit das Ende der Globalisierung? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Vortragsreihe, die im Wintersemester 2016/2017 an der Universität Heidelberg stattfindet. Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Experten aus der entwicklungspolitischen Praxis werden in diesem Zusammenhang aktuelle Herausforderungen für die internationale Zusammenarbeit diskutieren. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit globalen Terrorgefahren, Flucht und Asylpolitik, der Europäischen Währungsunion und dem Brexit. Initiiert wurde die Reihe vom interdisziplinären Forschungsfeld „Selbstregulation und Regulation: Individuen und Organisationen“. Sie startet mit einer Podiumsdiskussion, die sich mit dem Thema „Keine Zukunft für die Entwicklungszusammenarbeit?“ befassen wird. Zu den Teilnehmern der Diskussionsrunde gehört die ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Die Veranstaltung am 27. Oktober 2016 findet im Hörsaal auf dem Campus Bergheim, Bergheimer Straße 58, statt und beginnt um 18 Uhr.

„Vor einem Jahrzehnt noch erschien das Fortschreiten der Globalisierung unaufhaltsam. Heute hat die Angst vor Kontrollverlust Staaten dazu gebracht, Zäune zu errichten, liberale westliche Werte anzugreifen und den Austritt aus der Europäischen Union zu beschließen“, sagt Dr. Sebastian Ziaja vom Max-Weber-Institut für Soziologie der Universität Heidelberg, der gemeinsam mit Dr. Andreas Fuchs vom Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Ruperto Carola die Reihe organisiert hat. Die Referenten, darunter auch mehrere Wissenschaftler aus den USA, vertreten die Disziplinen Volkswirtschaftslehre, Politikwissenschaft, Soziologie, Recht und Öffentliche Gesundheit.

Während der Auftaktveranstaltung am 27. Oktober sollen die aktuelle entwicklungspolitische Ausrichtung und das bislang Erreichte kritisch analysiert werden. Darüber hinaus wird es um die Frage gehen, welche Rolle die Entwicklungszusammenarbeit künftig in der internationalen Politik spielen kann und soll. Neben der früheren Ministerin Wieczorek-Zeul wird Prof. Dr. Jörg Faust, Direktor des Deutschen Evaluierungsinstituts der Entwicklungszusammenarbeit, an der Diskussionsrunde mitwirken. Auf dem Podium vertreten ist außerdem Prof. Dr. Axel Dreher, der an der Universität Heidelberg auf dem Gebiet der internationalen Wirtschafts- und Entwicklungspolitik forscht.

Das Field of Focus 4 „Selbstregulation und Regulation: Individuen und Organisationen“ ist eines der vier interdisziplinären Forschungsfelder, die im Rahmen der Exzellenzinitiative im „Zukunftskonzept“ der Universität Heidelberg verankert sind. Beteiligt sind insbesondere Fächer der Fakultät für Verhaltens- und Empirische Kulturwissenschaften, der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Juristischen Fakultät. Die insgesamt 13 zum Teil englischsprachigen Veranstaltungen der Reihe „Das Ende der Globalisierung?“ finden donnerstags mit einer Ausnahme am Dienstag, 10. Januar 2017, zwischen 18 und 19.30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal auf dem Campus Bergheim, Bergheimer Straße 58.

Kontakt:
Sabine Falke
Field of Focus 4
Telefon (06221) 54-7122
sabine.falke@psychologie.uni-heidelberg.de

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