Vortrag: Die Rolle der Ernährung in der Medizin

Das Gebiet der Ernährung ist ein im Medizinstudium häufig vernachlässigter Fachbereich, über den Patienten manchmal mehr wissen als ihr Arzt selbst. Die ungeahnten Möglichkeiten der Ernährungstherapie kommen in der Lehre und im ärztlichen Alltag häufig zu kurz. Dabei wurde die Ernährung erst kürzlich als größter Verursacher für Erkrankungen und körperliches Leid in allen industrialisierten Ländern ausgemacht, weit vor den Risiken der Bewegungsarmut und des Tabakrauchens. „Bereits einfachste Ernährungsveränderungen können schwere Erkrankungen um Jahre verzögern, manche sogar gänzlich verhindern oder auch heilen“, sagt Dr. Sebastian Göbel, der verschiedene neue Studien bei seinem Vortrag zum Thema „Die Rolle der Ernährung für die Medizin“ am 8. Dezember an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) vorstellen wird.

„Ziel ist es, mehr Klarheit im Dschungel der Ernährungsempfehlungen herzustellen und aufzuzeigen, wie wirksam und tiefgreifend die Ernährungstherapie in das Krankheitsgeschehen eingreifen kann und dem informierten Patienten die Möglichkeit bietet, für sich selbst zu sorgen und sich gesund zu erhalten“, so UW/H-Alumnus Dr. Sebastian Göbel. „Ich möchte verdeutlichen, dass die Wirksamkeit der Ernährungstherapie durch unsere heutige ausgeübte Medizin nicht mehr vernachlässigt werden darf und einen festen Bestandteil des ärztlich-therapeutischen Handelns einnehmen muss. Dies soll anschaulich und praxisnah vermittelt werden, erschütternde Erkenntnisse werden garantiert.“

Der Vortrag soll auch die interessierte Öffentlichkeit informieren über die Möglichkeiten der Ernährungs- und Lebensstilmedizin für Prävention, aber auch als Therapie bei bereits eingetretener Erkrankung. Darüber hinaus wird er anhand der sogenannten „Blue Zones“ – Orte mit einer besonders hohen Dichte von Hundertjährigen – einen Einblick geben, welchen Einfluss Ernährung und Lebensweise auf unsere Lebensspanne haben können. Organisiert wird der Vortrag vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin (IBAM) an der Uni Witten/Herdecke.

Veranstaltung:
„Die Rolle der Ernährung für die Medizin und als therapeutisches Mittel: Was man als Arzt und Therapeut unbedingt wissen sollte“
Vortragender: Dr. med. Sebastian Göbel, Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Alumnus der UW/H und des IBAM
Freitag, 8. Dezember von 18 bis 21 Uhr, kleiner Saal im Forschungs- und Entwicklungszentrum (FEZ) Witten, Alfred-Herrhausen-Str. 44

Programm:
18 bis 19:30 Uhr: Die Rolle der Ernährung in der Medizin
Kurze Pause mit Suppe
20 bis 20:30 Uhr: Blue Zones – was uns die 100-Jährigen lehren können

Weitere Informationen:
Dr. Friedrich Edelhäuser, f.edelhaeuser@rhythmen.de oder 02330 / 62 22 44
Dr. Sebastian Göbel, sebastian.goebel@posteo.de oder 0041 / 78 952 79 80

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 2.400 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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