Vorträge über Kafkas Schloss, Grenzen für Athleten und Fotografie im Dokumentarfilm

Ringvorlesung „Klassiker-Neu-Lektüren“:
Montag, 16. Juli, 19 Uhr, Rathausfestsaal der Landeshauptstadt Saarbrücken:
Prof. Manfred Engel (Universität des Saarlandes): „Franz Kafkas Das Schloss“
„Neu“ gelesen wurde Kafka immer schon – in immer neuen und ständig wechselnden Aktualisierungen. Der Vortrag wird sich um eine historische Lektüre von Kafkas rätselhaftem spätem Roman Das Schloss (1922) bemühen – aber zugleich nach der aktuellen Bedeutung eines „religiösen“ Weltbildes in der säkularen Welt der Gegenwart fragen. Professor Manfred Engel ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Saar-Universität.
Weitere Informationen:

Ringvorlesung „Olympische Spiele – noch zeitgemäß?“
Donnerstag, 19. Juli, 16 bis 18 Uhr, Hörsaal der Hermann-Neuberger-Sportschule (Tagungsraum 46):
Prof. Tim Meyer (Universität des Saarlandes): „Höher, weiter, schneller – gibt es Grenzen für die Athleten?“
„Citius, altius, fortius“: „Schneller, höher, stärker“ ist das Motto der Olympischen Spiele. Pierre de Coubertin, der den Wettkampf der Nationen nach antikem Vorbild initiierte, schlug das Motto 1894 selbst vor. Generationen von Sportlern und Rekord um Rekord später stellt sich heute die Frage nach den Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. Sind die Sportarten irgendwann ausgereizt? Wie weit ist etwa der aktuelle Weltrekord von 9,58 Sekunden im 100-Meter-Lauf zu unterbieten? Kann ein Marathon unter zwei Stunden gelaufen werden? Bis zu welchem Punkt können technische, medizinische oder psychologische Erkenntnisse Grenzen verschieben und wo beginnt Doping? Mit diesen und verwandten Fragen wird sich am 19. Juli Professor Tim Meyer in seinem Vortrag befassen. Der Professor für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni ist seit 2001 Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gestaltung gesundheitssportlicher Trainingsprogramme, der Leistungsdiagnostik und der Trainingsdosierung samt regenerativer Maßnahmen.
Programm der Ringvorlesung:

Gastvortrag am Historischen Institut (Lehrstuhl von Professor Wolfgang Behringer)
Donnerstag, 19. Juli, 16 Uhr c.t.; Campus Saarbrücken, Gebäude B3 1, Raum 3.19
Prof. Alexander Schunka (Erfurt): „Ex oriente lux? – Überlegungen zum Verhältnis von Protestanten und Orient in der Frühen Neuzeit“
Im Rahmen des Kolloquiums „Neuere Forschungen zur Kulturgeschichte“ spricht am 19. Juli Prof. Alexander Schunka vom Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt zum Verhältnis von Protestanten und Orient in der Frühen Neuzeit. Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Ringvorlesung „Picture this! Fotografie und Intermedialität“:
Donnerstag, 19. Juli, 19 Uhr, Kellertheater des Saarbrücker Schlosses:
Prof. Stefanie Diekmann, Universität Hildesheim: „Medienverhältnisse. Fotografie in Henri-Francois Imberts Dokumentarfilm „No pasaran – album souvenir“
Der Film „No pasaran – album souvenir“ beschreibt eine Recherche, die von einigen alten Fotopostkarten aus den 1930er Jahren ihren Ausgang nimmt. Der Versuch des Filmemachers Henri-Francois Imbert, die Serie dieser Postkarten zu vervollständigen und die Umstände ihrer Entstehung zu rekonstruieren, entwickelt sich zu einer Erzählung über das Erzählen in Bildern, über Lücken und blinde Flecken, über Erinnerung, Speicherung und Investigation und nicht zuletzt über das Verhältnis von Fotografie und Film, Einzelbild und Bildfolge, das in der Spurensuche von „No pasaran“ eine sehr ungewöhnliche Pointierung erfährt.
Prof. Stefanie Diekmann hat den Lehrstuhl für Medienkulturwissenschaft an der Universität Hildesheim inne.
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