Vorbildliche Beispiele zur kommunalen Suchtprävention ausgezeichnet

Berlin. Beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien zur kommunalen Suchtprävention“ wurden gestern Abend im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Kaisersaal der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin zwölf Städte, Gemeinden und Landkreise für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Alkoholprävention im öffentlichen Raum ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte durch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans und die Direktorin der BZgA Prof. Dr. Elisabeth Pott.

Mit der Preisübergabe fand der 6. Bundeswettbewerb ein erfolgreiches Ende. 99 Beiträge wurden bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) inhaltlich und organisatorisch betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem GKV-Spitzenverband unterstützten Wettbewerb eingereicht. Diese hohe Zahl der Wettbewerbsbeiträge und die insgesamt herausragenden Aktivitäten der kommunalen Alkoholprävention sollen auch anderen Kommunen einen Anreiz zur Nachahmung geben.
Prof. Dr. Klaus J. Beckmann, Geschäftsführer und wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Instituts für Urbanistik, lobt die prämierten Beiträge: „Besonders freut mich, dass die Kommunen ihre Alkoholprävention vorausschauend, das heißt auf junge Menschen ausrichten. Denn noch immer ist Alkohol der bei Kindern und Jugendlichen der am weitesten verbreitete Suchtstoff. Gleichwohl darf nicht vergessen werden, dass Erwachsene als negative, aber vor allem als positive Vorbilder fungieren können und die Aktivitäten auch auf sie auszurichten sind. Die breite Palette der Wettbewerbsbeiträge zeigt, dass sich die Kommunen dieser Herausforderung bewusst sind.“

Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis ermittelte aus den Wettbewerbsbeiträgen die zwölf Preisträger. Für die prämierten Wettbewerbsbeiträge stellte die BZgA ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 60.000 Euro zur Verfügung. Zusätzlich wurde vom GKV-Spitzenverband ein Sonderpreis zum Thema „Vorbildliche Regelungen der Zusammenarbeit von Kommunen und Krankenkassen bei der Alkoholprävention im öffentlichen Raum“ in Höhe von 10.000 Euro ausgelobt.

Die Preisträger 2013 sind:

Kreisfreie Städte
– Stadt Leipzig (10.000 Euro)
– Stadt Freiburg im Breisgau (5.000 Euro)
– Landeshauptstadt München (4.000 Euro)
– Stadt Göttingen (3.500 Euro)

Kreisangehörige Kommunen
– Stadt Marburg (10.000 Euro)
– Stadt Rastatt (5.000 Euro)
– Stadt Rothenburg ob der Tauber mit dem Landkreis Ansbach (4.000 Euro)
– Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim (3.500 Euro)

Landkreise
– Landkreis Esslingen (7.500 Euro)
– Landkreis Weilheim-Schongau (7.500 Euro)

Sonderpreis der Krankenkassen
– Main-Tauber-Kreis (5.000 Euro)
– Stadt Münster (5.000 Euro)

Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse
Um die eingereichten Beiträge der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und auf diese Weise zur Nachahmung anzuregen, sind die Ergebnisse des Wettbewerbs in einer Dokumentation dargestellt und veröffentlicht. Diese kann kostenfrei bestellt werden über: BZgA, 51101 Köln, E-Mail: order@bzga.de, Fax: 0221/8992-257, Bestellnummer 33961000

Internetportal zum Wettbewerb
Alle Ergebnisse des Wettbewerbs sowie die Dokumentation zum Download finden Sie unter
http://kommunale-suchtpraevention.de

Weitere Informationen:
Dipl.-Ing. Christa Böhme
Tel: 030/39001-291
E-Mail:boehme@difu.de

Der Text ist selbstverständlich frei zum Abdruck – über ein Belegexemplar bzw. einen Beleglink würden wir uns sehr freuen

Kurzinfo: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-, Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Gemeinden, Landkreise, Kommunalverbände und Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht, Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige Berliner Institut mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten Forschungsinstituts.

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