Vorausschauend planen

(djd). Für immer jung? Viele Architekten planen Wohnungen und Häuser, als ob es kein Morgen gäbe, und orientieren sich vor allem an den Bedürfnissen junger Familien. Doch die Realität sieht anders aus: Viele ältere Menschen wohnen alleine und dies meist in privaten Wohnungen oder Häusern, die den Bedürfnissen im Alter kaum angepasst sind. Hier einige Tipps, woran man bei einem seniorengerechten Umbau der eigenen vier Wände denken sollte:

Auf Unfallgefahren reagieren

Senioren, die an einen altersgerechten Umbau denken, sollten sich zunächst die eigene Wohnung einmal genau anschauen: Liegen Kabel im Weg herum, die zur gefährlichen Stolperfalle werden können? Liegen Teppiche in der Wohnung, vielleicht sogar auf der Treppe, die Wellen schlagen oder deren Ecken ständig umklappen? Im Zweifel gilt: Die Kabel vom Elektriker ordentlich verlegen und die Teppiche entsorgen lassen. Zudem sollte man sich mit einer Unfallversicherung zumindest vor den finanziellen Folgen eines Sturzes schützen. „Dabei sollten Senioren darauf achten, dass die Versicherung ihrer Wahl den Schutz auch für Unfälle und Unfallfolgen gewährt, die durch einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ausgelöst wurden“, sagt Horst Fritz von der Nürnberger Allgemeine Versicherungs-AG. Außerdem sollte auch das Wohnumfeld auf die besonderen Anforderungen der Senioren abgestimmt werden.

Gefahrenquelle Badezimmer

Viele typische Stolperfallen verbergen sich etwa im Badezimmer: So stellt bei einer eingeschränkten Beweglichkeit bereits die Dusche eine gefährliche Hürde dar. Ein Ausrutscher kann schmerzhafte Folgen haben. Bequemer und sicherer sind daher ebenerdige Lösungen. Spezielle Trockenbauelemente etwa von Qboard ermöglichen die Badsanierung ohne wochenlangen Lärm und Schmutzbelästigung. Für barrierefreie, bodengleiche Duschen zum Beispiel ist ein vorgefertigtes Element verfügbar, das mit einem eingearbeiteten Gefälle und einem Ablaufflansch alle Voraussetzungen für den Wasserabfluss schafft. Nach dem Einbau muss nur noch der neue Bodenbelag verlegt werden. Das Bauplattensystem und die Duschelemente sind in verschiedenen Abmessungen verfügbar und lassen sich vielseitig verarbeiten. So können Heimwerker auch Zwischenwände oder individuelle Badmöbel in Eigenregie fertigen. Erhältlich ist diese Lösung für eine schnelle Badmodernisierung in vielen Baumärkten.

Besser schlafen

Viele Rentner werden von Einschlafschwierigkeiten, Schlafunterbrechungen und frühzeitigem Erwachen geplagt. Ihr Schlaf ist leicht und störanfällig, die Belastungsfähigkeit und Lebensqualität wird durch Tagesmüdigkeit deutlich verringert. Oft sind auch chronische Schmerzen verantwortlich für den Schlafmangel. Um die wenigen Stunden Schlaf möglichst erholsam und angenehm zu gestalten, kann zum Beispiel die Anschaffung einer Spezialmatratze des Anbieters Thomashilfen hilfreich sein. Mehr Informationen hierzu gibt es unter http://www.thevo.info im Internet. Die „ThevoRelief“-Matratze etwa wurde eigens für Schmerzpatienten entwickelt und bietet eine optimale Druckentlastung, die den Liegeschmerz reduzieren kann. Anstelle eines Lattenrosts verfügt sie über eine spezielle Flügelfederung. Diese nimmt minimale Bewegungen des Liegenden auf und gibt sie wieder sanft zurück.

Platz für das Hobby

Umbau und Anpassung der eigenen vier Wände für den neuen Lebensabschnitt sind nicht umständlich. Oft reicht schon eine Trockenbauwand aus Gipsplatten, um bereits an einem Tag zum Beispiel eine gemütliche Leseecke mit Platz für ein Kuschelsofa oder ein Malatelier mit einer Extrawand als Ausstellungsfläche zu schaffen. Ist die Trockenbauwand errichtet, beginnt man damit, die Gipskartonplatten zu verspachteln. Speziell aufeinander abgestimmte Spachtelsysteme machen das Arbeiten einfach. Unter anderem bietet Knauf eine heimwerkerfreundliche Kombination aus der Grundspachtel „Uniflott“ und dem gebrauchsfertigen „Uniflott Finish“ an. Die Grundverspachtelung ist der erste Arbeitsschritt. Hier müssen die Fugen satt mit der Masse gefüllt und dann gründlich abgezogen werden. Dadurch erreicht der Heimwerker eine hochfeste Verbindung und Stabilität.

Tipp in Sachen Hausmodernisierung

Wenn auch das eigene Haus in die Jahre gekommen ist und eine Modernisierung in Angriff genommen wird, um Fassade und Dach zu erneuern, sollte man die Gelegenheit nutzen und dem Dachstuhl eine Aufsparrendämmung spendieren. Denn gerade im Obergeschoss sind die Wärmeverluste groß. Zudem schafft eine gute Dämmung auch im Sommer angenehme Temperaturen, wenn die Räume zum Wohnen oder fürs Hobby genutzt werden sollen. Aufsparrendämmungen aus dem Hochleistungsdämmstoff BauderPIR beispielsweise lassen sich mit vergleichsweise niedrigem Zusatzaufwand einbauen, wenn das Dach ohnehin eine neue Eindeckung erhält. Allgemeine Kosten wie die Miete und der Aufbau des Gerüsts relativieren sich, da es gleich mehrfach für verschiedene Modernisierungsarbeiten genutzt werden kann. Die Dämmelemente aus Polyurethan-Hartschaum werden durch die Nut-und-Feder-Technik lückenlos oberhalb der Dachsparren verlegt, so dass weder Wärmebrücken noch Undichtigkeiten durch Ritzen entstehen können.

Alternative zum Alleinwohnen

Wer größere Umbauarbeiten scheut und zudem Gesellschaft zu schätzen weiß, sollte darüber nachdenken, in eine Seniorenwohnanlage umzuziehen wie etwa jene von Rosenhof: Deren Veranstaltungsprogramm wird auch von der über 40-jährigen Erfahrung des Unternehmens inspiriert. Davon können die Senioren – nach Lust und Laune – an fast jedem Tag der Woche profitieren. Die Freizeitangebote erstrecken sich von zahlreichen, meist kostenlosen Veranstaltungen wie klassischen Konzerten, Opernbesuchen, Lesungen und Theater bis hin zu Reiseangeboten, die von Kooperationspartnern organisiert werden. Auf der Website steht ein Veranstaltungskalender zur Verfügung, mit dem man sich über das aktuelle Programm informieren kann. Vom Filmabend über informative Veranstaltungen bis hin zu Gaumenfreuden wird viel Abwechslung geboten. Aber auch die ganz einfachen Dinge machen in netter Gemeinschaft gleich viel mehr Spaß. Organisierte Spaziergänge und Stadtrundfahrten, Ausflüge zu Weihnachtsmärkten oder einer Landesgartenschau sind bedeutend anregender, wenn man sich am nächsten Tag im Kreis von Gleichgesinnten darüber austauschen kann.

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