Von der elektronischen Patientenverfügung bis zum Fahrradschloss: Start der 4. SpinLab-Klasse

Seit rund anderthalb Jahren hat das SpinLab – The HHL Accelerator 18 Startups neben Wissen, Coaching und Netzwerk auch Arbeitsplätze und Ressourcen zur Verfügung gestellt. Die heute noch 15 aktiven Unternehmen beschäftigen laut SpinLab-Geschäftsführer Dr. Eric Weber in Summe 70 Leute und haben 5,4 Mio. Euro Kapital akquiriert, aber auch „viele tolle Kunden und Partner wie Porsche oder DELL gewonnen“. An diesen Erfolg wolle der Accelerator der HHL Leipzig Graduate School of Management mit dem Start der vierten Klasse, bestehend aus sechs Startups, anknüpfen. Die jungen Unternehmensgründer aus Augsburg, Berlin, Halle, Hof und Leipzig treten innerhalb des sechsmonatigen Programms auf der Leipziger Baumwollspinnerei mit so unterschiedlichen Geschäftsmodellen wie einer elektronischen Patientenverfügung, einem Fahrradschloss aus Hightech-Materialien oder einer Geldbörse, die das Handy wieder auflädt, an. Freuen können sich die neuen SpinLab-Startups über ein Startbudget von jeweils 6000 Euro, das die Stadt Leipzig erstmals zur Verfügung stellt.

Folgende Startups wurden jetzt in die vierte Klasse des SpinLab – The HHL Accelerator aufgenommen:

DIPAT – Die Patientenverfügung. DIPATs proprietärer Algorithmus automatisiert den Prozess der medizinischen Beratung und Bestimmung des Willens des Patienten und übersetzt diese in eine wirksame Patientenverfügung und in seine diesbezüglichen Dokumente (juristische Vollmacht etc.). Zusätzlich werden alle notwendigen Notfalldaten wie Krankheitsgeschichte, Kontaktinformationen sowie Organspende-Entscheidungen dokumentiert.

Explicates bietet Softwarelösungen für Energiegroßverbraucher, die es erlauben, große Datenmengen so zu analysieren, dass Energieeinsparpotentiale erkannt und genutzt werden können. Dabei machen wir Datenmengen nutzbar, die im Prozessmanagement generiert werden und ermöglichen somit Kundenprofite sowie wichtige Schritte zum Thema Energieeffizienz auf den Weg zu bringen.

poqit.berlin Nie wieder ein leerer Akku – das mit dem EXIST-Gründerstipendium ausgezeichnete Team von poqit.berlin entwickelt intelligente Geldbörsen, die über die neueste kabellose Ladetechnologie verfügen. Unverlierbar und verpackt in edlem Design erleichtert das erste Produkt ‚poqit‘ den Alltag. Durch einfaches Auflegen auf die Geldbörse wird das Smartphone bequem geladen.

Sengi-IT ist der zentrale Punkt, an dem alle Cloud-Speicher in einer komfortablen Oberfläche zusammengeführt werden, um den sichersten Ort für die Online-Datenspeicherung zu schaffen. Die Verbindung aus dem Besten von Cloud-Speichern und Messengern führt zu Sicherheit, Transparenz und Anwenderfreundlichkeit, sperrt alle aus, die nicht mitlesen sollen und gibt die Kontrolle über die digitale Identität zurück.

Texlock ist eine textilbasierte Diebstahlsicherung – leicht, flexibel, smart und schön. Das Mehrlagengeflecht besteht aus einer speziellen Kombination von Feuer- und schnittresistenten Hightech-Fasern. Durch seine einzigartige, weiche Oberfläche kratzt und klappert es nicht und kann darüber hinaus individuell gestaltet werden. Texlock findet Anwendung im Fahrrad- und Outdoorbereich, aber auch in industriellen Anwendungen.

Wundercurves ist eine moderne, performante E-Commerce-Technologie-Plattform, angewandt für Mode in Übergrößen. Es bietet ein ganzheitliches Shopping-Erlebnis mit einer ~15x größeren Auswahl als marktführende Plus-Size-Händler, inklusive den beliebtesten Trend-Marken und zielgruppenspezifischen Inspirationen.

Wie gewohnt findet zur Halbzeit des sechsmonatigen Accelerator-Programms im Januar 2017 ein sogenannter Demo Day mit Investoren aus ganz Deutschland in Leipzig statt.

Über das SpinLab – The HHL Accelerator

SpinLab – The HHL Accelerator unterstützt innovative Gründungsprojekte bei der Umsetzung und dem Wachstum ihrer Vorhaben. Neben einem intensiven Coaching profitieren die Gründerteams von einem hochkarätig besetzten Mentorenprogramm und zahlreichen Kontakten zu Investoren, etablierten Unternehmen und anderen Gründern. Sie können auf dem Kreativgelände der Leipziger Baumwollspinnerei ein modern ausgestattetes Co-Working-Büro nutzen und erhalten Zugang zu verschiedenen Technologien von Partnern. Auch nach Programmende werden die ausgewählten Startups beim Personal-Recruiting unterstützt, können über ein internationales Austauschprogramm die Expansion planen und erhalten die Möglichkeit, direkt neben dem SpinLab Büroräume anzumieten. Die Gründer können mit der Aufnahme in das 6-monatige Programm alle Angebote kostenfrei sowie ohne Beteiligung nutzen und erhalten eine Startprämie in Höhe von 6000 Euro in Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig.

Finanziell getragen wird SpinLab – The HHL Accelerator durch Beiträge von Investoren und etablierten Unternehmen wie Deutsche Postbank, Porsche, CMS Hasche Sigle, Dell, Deutsche Bank, Doberman Ventures, DZ Bank, ergo Versicherungen, Grazia Equity, Heinz Dürr Invest, High-Tech Gründerfonds, KPMG, Madsack Mediengruppe, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen, Quarton International, Stadt Leipzig, taskforce – Management on Demand und Technologiegründerfonds Sachsen.

Über die Gründerschmiede HHL Leipzig Graduate School of Management

Mit über 165 Gründungen, die in den letzten 18 Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich die HHL Leipzig Graduate School of Management zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Durch das Engagement der Gründer konnten bereits mehr als 2.800 Jobs geschaffen werden. 2013 und 2014 errang die HHL einen der drei ersten Plätze für die besten Gründerhochschulen in Deutschland innerhalb des vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und vom BMWi herausgegebenen Rankings „Gründungsradar“. Laut Financial Times liegt die HHL im Bereich Entrepreneurship innerhalb des M.Sc.- sowie des EMBA-Programms national auf Platz 1 bzw. global unter den Top 5.

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