Von Dauerschnupfen zu Asthma

(djd). Die Pollen haben wieder Saison. Nach Erle und Haselnuss tanzt im April der Blütenstaub von Birke und Esche durch die Luft. Mai und Juni ist die Zeit der Gräserpollen, gefolgt von der Beifußsaison im Hochsommer. Wer auf Pollen allergisch reagiert, verspürt Juckreiz, eine laufende Nase, Abgeschlagenheit und weitere, oft belastende Symptome. Heuschnupfen lässt sich zwar noch nicht ursächlich heilen, aber immer besser behandeln. Ein Angebot, das leider oft nicht angenommen wird. So schätzt die Europäische Stiftung für Allergieforschung, dass nur zehn Prozent der Allergien konsequent therapiert werden.

Heuschnupfen muss behandelt werden

Das kann gefährliche Folgen haben, erklärt Apotheker Dr. Christian Hayn von den Linda Apotheken: „Bleibt die Allergie unbehandelt, kann sie sich über die Jahre in die unteren Atemwege ausbreiten und dort allergisches Asthma auslösen. Der Fachmann spricht vom sogenannten ,Etagenwechsel‘. Das lässt sich verhindern, indem man die Ursache des Heuschnupfens ärztlich abklären lässt und entsprechende Therapiemöglichkeiten aus der Apotheke nutzt.“ Die Behandlungsmöglichkeiten sind in den vergangenen Jahren wirksamer, vielfältiger und sicherer geworden. Bei kortisonhaltigen Sprays etwa gab es enorme Fortschritte. „Viele Betroffene fürchten, dass das Kortison in den Körper aufgenommen wird. Das ist bei den neuen Sprays nicht mehr der Fall“, erklärt Dr. Hayn. Was inhaliert werde, wirke sich nur mehr wohltuend auf das Lungenepithel, also das Gewebe der Lunge, aus. Für den Fall, dass doch etwas ins Blut gelange, werde es dank der Struktur des Medikaments rasch wieder abgebaut.

Unterschätzte Desensibilisierung

Die sogenannte Desensibilisierung einer Allergie wird von den Betroffenen leider nicht immer in dem Maße angenommen, wie es eigentlich sinnvoll wäre. Dabei sind die Erfolgsaussichten gerade bei saisonal verlaufenden Allergien, wie dem Heuschnupfen, gut. „Die Behandlung ist heute unkomplizierter als früher und kann auch mittels Tropfen oder Tabletten erfolgen“, so Dr. Hayn. Früher mussten die Allergene dagegen immer unter die Haut gespritzt werden.

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