Von A(uge) bis Z(ahn)

(djd). Ein erhöhter Blutzuckerspiegel führt dauerhaft zu krankhaften Veränderungen an Blutgefäßen und Nerven. Schwere Gesundheitsprobleme sind die Folge: Werden etwa die Gefäße in den Augen geschädigt, kann es zum Verlust der Sehkraft kommen. Weiterhin werden Parodontose, Karies und Zahnverlust begünstigt. Bei vielen Diabetikern ist die Nierenfunktion durch die Erkrankung beeinträchtigt. Schädigungen der Nerven können Kribbeln, Schmerzen oder Taubheitsgefühle in Füßen und Händen auslösen. Sind Nerven und Blutgefäße in den Beinen beeinträchtigt, können schwer heilende Wunden an den Füßen auftreten, die schlimmstenfalls eine Amputation erforderlich machen. Darüber hinaus muss mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gerechnet werden.

App vereinfacht Kontrolle

Damit es nicht zu solchen Komplikationen kommt, müssen Typ-2-Diabetiker ihren Blutzucker gut einstellen und regelmäßig kontrollieren. Bei der Dokumentation der Werte kann eine App hilfreich sein, die unter http://www.diabetes-behandeln.de heruntergeladen werden kann. Dort findet sich auch eine Broschüre mit wertvollen Ernährungs- und Sporttipps. Denn eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können dabei helfen, Gewicht zu reduzieren, Glukosewerte zu senken und die Insulinsensitivität zu erhöhen.

Therapien ohne Unterzucker

Reichen eine Ernährungsumstellung und ein aktiver Lebensstil nicht aus, um den Blutzucker zu senken, werden Medikamente erforderlich. Mit bestimmten Therapien lässt sich laut Professor Dr. Stephan Jacob das Risiko für medikamentenbedingte Unterzuckerungen verringern. „Die sogenannten DPP-4-Hemmer oder auch Inkretinverstärker, wie beispielsweise Sitagliptin in Januvia, regulieren die Insulinausschüttung abhängig vom jeweiligen Blutzuckerspiegel“, erläutert der niedergelassene Diabetologe aus Villingen-Schwenningen. Nur wenn dieser – etwa durch Nahrungsaufnahme – ansteige, werde Insulin verstärkt freigesetzt.

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