Von Amöben über Hochsicherheitslabor bis Zeckenzoo: Kindertag im RKI

Unter dem Motto „Forschen wie die Großen“ öffnet das Robert Koch-Institut am 3. Juli 2016 seine Türen für einen Kindertag. Dabei ist erstmals der Standort in der Seestraße 10 mit dem neuen Laborgebäude und dem Hochsicherheitslabor für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Standort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Virchow-Klinikum und seiner Sonderisolierstation. „Als nationales Institut für die Gesundheit der Bevölkerung haben wir auch die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen im Fokus. Daher freuen wir uns, Kindern und Jugendlichen, aber natürlich auch Erwachsenen Einblick in die Forschungsarbeiten zu ermöglichen“, sagt Lothar H. Wieler, Präsident des RKI.

Auf die kleinen (und großen) Besucher warten in der Seestraße im Wedding von 10 bis 17 Uhr viele Mitmach-Stationen: ein Detektivspiel zur Ursache eines Krankheitsausbruchs, das Isolieren der Erbsubstanz DNA aus Bananen, der Blick durchs Mikroskop auf das Zusammentreffen von Amöben und Pilzen, ein „Mikroben-Millionärsspiel“ zum unterhaltsamen Wissenstest, Puzzeln für die Bioinformatik, lebende Zecken unter der Lupe, Tests zur eigenen Schnelligkeit und Beweglichkeit, ein Schwarzlichtkoffer, der sichtbar machen kann, wie Mikroben von Hand zu Hand weitergegeben und durch richtiges Händewaschen entfernt werden. Für die Führungen durch das Hochsicherheitslabor ist eine Anmeldung erforderlich (am Kindertag).

Themen bei der Kinderuniversität sind unter anderem Masern, Menschenaffen in Afrika und Krankenhauskeime. Plüschfreunde können ihre Teddybären durch eine „Impfung“ vor Krankheitserregern schützen und sich dabei das Prinzip von Impfungen erläutern lassen. Informationen gibt es auch über die Ausbildungsangebote im RKI. Mit-machen oder zusehen können die Besucher auch beim Tanztheater Collage Moderne. Zudem gibt es Kurzfilme zu Forschung und Gesundheit – und natürlich wird mit Speisen und Getränken auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Der Kindertag findet nach 2006 und 2010 zum dritten Mal statt. Er ist Teil einer Reihe von Aktivitäten, mit denen das Robert Koch-Institut 2016 sein 125-jähriges Bestehen feiert. Am 30.6./1.7.2016 findet eine Tagung mit Gastrednern aus dem In- und Ausland zu verschiedenen Public-Health-Themen statt. Unter den Vortragenden ist auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Grußworte kommen vom European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), von den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC), vom Pasteur-Institut in Paris und aus Japan, vom Kitasato-Institut und von der Kitasato-Universität, Tokyo. Shibasaburo Kitasato arbeitete von 1886 bis 1892 in Berlin bei Robert Koch, er hielt auch nach seiner Rückkehr nach Japan engen Kontakt zu den deutschen Kollegen. So verbrachte Robert Koch 1908 einen zweimonatigen Aufenthalt in Japan.

Im Jubiläumsbuch „125 Years Robert Koch Institute – The Public Health Institute“ stellen sich alle Organisationseinheiten des Instituts und die am RKI angesiedelten wissenschaftlichen Kommissionen vor. Die 164 Seiten umfassende Veröffentlichung kann nach der Tagung bestellt oder auf der RKI-Internetseite abgerufen werden. Bereits im Januar 2016 hat ein zwölfteiliger Salon zur Institutsgeschichte begonnen. Anlässlich des Jubiläums wurden auch die mehr als 180 handgeschriebenen Briefe Robert Kochs transkribiert, sie sind in Kürze erstmals online zugänglich. Zudem werden die wissenschaftlichen Arbeiten aus dem Robert Koch-Institut der Jahre 1881 bis 1926 digitalisiert und im Laufe des Jubiläumsjahres online verfügbar sein.

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