Vom Stigma zur Inklusion von Menschen mit Demenz – NRW-Ministerin Barbara Steffens besucht DZNE

Die Inklusion von Menschen mit Demenz ist ein Thema, das bewegt – auch die NRW-Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens, welche bei der 7. Jahrestagung des DZNE Witten die Eröffnungsrede hält.

Das Leben mit Demenz ist nicht immer einfach – weder für die Betroffenen selbst, noch für ihr soziales Umfeld. Das Gleichgewicht zwischen dem Erkrankten und seiner Umwelt gerät zunächst aus den Fugen. Betroffene und Angehörige erleben Stigmatisierung und Ausgrenzung. Dies hebt die zentralen Gedanken der Selbstbestimmung, Autonomie und individuellen Würde auf, die jedem Menschen selbstverständlich zu eigen sind.

„In unserer Gesellschaft wird der einzelne Mensch in der Regel über seine kognitiven Fähigkeiten definiert, nach dem Prinzip ‚Ich denke, also bin ich‘. Wer über diese Fähigkeiten nicht mehr verfügt, wird oft nicht als vollwertige Person angesprochen“, erläutert Prof. Dr. Martina Roes, Sprecherin des DZNE Witten. „Ganz praktisch erkennt man dies beispielsweise daran, dass ein Mensch mit der Diagnose Alzheimer in Situationen wie dem Arztbesuch oder beim Einkaufen nicht mehr selbst angesprochen wird, sondern immer der begleitenden Angehörige. Wir brauchen in Forschung und Praxis Methoden, um Stigmatisierungsprozesse aufzubrechen.“

Die 7. Jahrestagung des DZNE Witten widmet sich daher zum einen der Frage nach unserem Verständnis von Personsein und den damit verbundenen Anforderungen an ein inklusives Handeln. Zum Zweiten wird gefragt, wie sich Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen mit Demenz darstellen und mit welchen Methoden diese in Forschung und Praxis gefördert werden können.

Die Veranstaltung findet in den Räumlichkeiten der Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Straße 50 in Witten, statt.

Weitere Informationen, das Programm und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.dzne.de/standorte/witten/veranstaltungen.html

Kontakt: Dr. Dirk Förger
Pressesprecher, DZNE
+49 (0) 228 / 43302-260
+49 (0) 163 / 894 4193
dirk.foerger(at)dzne.de

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