Volkskrankheiten – Kombinierter Ansatz für bessere Diagnostik

Teupser analysierte mit seinem Team mithilfe massenspektrometrischer Methoden das Proteom – die Gesamtheit der Proteine – von insgesamt 455 Blutplasma-Proben. Die Kombination mit genomweiten Analysen ergab, dass das Protein-Inventar des untersuchten Plasmas einer starken genetischen Regulation unterlag. Etwa 40 Prozent der Proteinfragmente des Plasmas waren genetisch beeinflusst. Eine besonders starke Beziehung zeigte sich zu Genen, die für Hämoglobin und Apolipoprotein 2 codieren. Hämoglobin bindet den Sauerstoff im Blut und Apolipoprotein 2 ist am Fettstoffwechsel beteiligt.

„Unser neues Verfahren kann auf eine Vielzahl weit verbreiteter Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen oder Krebs angewendet werden“, sagt Teupser. „Wir hoffen, dass die Kombination genetischer und proteomischer Methoden auch zur Aufklärung der molekularen Krankheitsmechanismen beitragen und die Identifizierung neuer diagnostischer und therapeutischer Zielmoleküle beschleunigen wird.“ (göd)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Daniel Teupser
Klinikum der Universität München
Institut für Laboratoriumsmedizin
Tel.: 089-7095-3210
E-Mail: Daniel.Teupser@med.uni-muenchen.de

Publikation:
Holdt, Lesca M., Annette von Delft, Alexandros Nicolaou, Sven Baumann, Markus Kostrzewa, Joachim Thiery, and Daniel Teupser:
Quantitative Trait Loci Mapping of the Mouse Plasma Proteome (pQTL)
Genetics February 2013

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