Vogelbeobachtung in Pflegeeinrichtungen: Studie zum Einfluss auf das Wohlbefinden

„In den betreffenden Pflegeeinrichtungen soll die gezielte Bereitstellung von Futterstellen und damit verbunden die Möglichkeit und Anleitung zur Vogelbeobachtung das biopsychosoziale Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner unterstützen“, erklärt Patricia Heinemann (Projektmitarbeiterin der Professur). Um die Vogelbeobachtung als dauerhaftes Angebot zu etablieren, bilden Pflegekräfte und Bewohner ein Team, das sich regelmäßig um die Vogelfutterstationen kümmert. Der LBV stellt den Einrichtungen außerdem anschauliches Material zur Bestimmung der Vögel zur Verfügung. Finanziell gefördert wird das Projekt von mehreren Pflegekassen, die Schirmherrschaft hat die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Hummel.

Die Studie basiert auf der so genannten Biophilia-Hypothese, gemäß derer jeder Mensch eine Veranlagung zur Natur in sich trägt und sich dadurch in ihr wohlfühlt. Die Vogelbeobachtung bietet auch aus den Räumen einer Pflegeeinrichtung heraus Gelegenheit, Nähe zur Natur zu erreichen. Befragen werden die Psychologinnen der KU sowohl Bewohner als auch Angehörige und Pflegekräfte, um mehr über die Wirksamkeit eines solchen Angebotes zu erfahren. Darüber hinaus soll auch der Zusammenhang zwischen Naturbeobachtung, Naturverbundenheit und Wohlbefinden in vollstationären Pflegeeinrichtungen grundlegend überprüft werden. Außerdem werden die Forscherinnen Patricia Heinemann und Veronika Zwerger Fragen des bürgerschaftlichen Engagements für den Natur- und Vogelschutz sowie im Kontext von Besuchsdiensten in nahegelegenen Pflegeeinrichtungen nachgehen.

Weitere Informationen unter .

Scroll to Top