Vitamin D Bedarf ist bei Säuglingen und Kleinkindern hoch

Kinder im Alter zwischen 10 und 36 Monaten erreichen ohne Supplemente nur 40 Prozent der empfohlenen Zufuhr an Vitamin D. Aber nur etwa ein Drittel der Kinder erhalten in diesem Alter noch ein Vitamin D-Supplement, wie Auswertungen der GRETA Studie des FKE zeigen. Dabei ist Vitamin D besonders im Säuglings- und Kleinkindalter für die gesunde Knochenentwicklung wichtig. 

Der Bedarf an Vitamin D ist bei Säuglingen und Kleinkindern aufgrund der starken Wachstumsrate sehr hoch. Ein Vitamin D-Mangel kann u.a. das Risiko für Knochenbrüche, Diabetes Typ 1 und Multiple Sklerose im Kindes- und Jugendalter und für Osteoporose im Erwachsenenalter erhöhen. Die große Bedeutung einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D und weiteren wichtigen Nährstoffen, gerade beim Übergang von der Säuglings- zur Kleinkindernährung, ist Thema im nächsten FKE-Seminar.

Die Haut kann über die UVB-Strahlung des Sonnenlichts Vitamin D selbst bilden. Die Menge ist dabei abhängig von der Jahres- und Tageszeit, der Witterung sowie der unbedeckten Hautfläche. Daher kann insbesondere in den Wintermonaten die Vitamin D-Versorgung problematisch sein. Zusätzlich wird Vitamin D über die Nahrung aufgenommen. Doch nur wenige herkömmliche Lebensmittel enthalten natürliches Vitamin D in nennenswerten Mengen, wie z.B. fetthaltige Fische (Lachs, Makrele, Hering), Leber oder Lebertran, angereicherte Margarine oder Eigelb. Aufgrund der schwierigen Vitamin D Versorgung wird für Säuglinge im ersten Lebensjahr zusätzlich zur Ernährung täglich eine Vitamin D Tablette mit 400-500 IE empfohlen. Eine solche Supplementierung ist auch nach dem ersten Lebensjahr insbesondere bei zu geringer Sonnenexposition sinnvoll, das zeigen Ergebnisse der Greta Studie. In der Studie wird auch deutlich, dass viele Eltern das Vitamin D -Supplement nach dem ersten Geburtstag des Kindes absetzen. Um eine individuelle Empfehlung für eine ausreichende Vitamin D- Zufuhr im Kindesalter abgeben zu  können, erscheint eine Anamnese durch Fachkräfte notwendig.

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