Vitamin D schützt vor Krebserkrankungen – viertes internationales Symposium

Vitamin D wird mit Hilfe des Sonnenlichts in der Haut gebildet. Damit ist es kein Vitamin im eigentlichen Sinne, sondern ein Hormon. Mit der Nahrung kann es nur sehr begrenzt aufgenommen werden, denn außer in Lebertran ist Vitamin D nur in wenigen Nahrungsmitteln wie beispielsweise in einigen Fischarten enthalten. Vitamin D-Mangel ist weit verbreitet, vor allem im Winter. Wichtigste Ursache hierfür ist die in unseren Breiten relativ geringe UV-Strahlung, so dass zwischen Oktober und März oft zu wenig Vitamin D in der Haut gebildet wird. Im Frühling und Sommer wird wegen der Gefahr von Hautkrebs der direkte Kontakt mit der Sonne häufig gemieden – ein echtes Dilemma, denn ein Mangel an Vitamin D kann ernsthafte Erkrankungen hervorrufen. So bestätigen viele Studien den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und Dickdarm-, Prostata- und Brustkrebs. Auch im Zusammenhang mit zahlreichen chronischen Erkrankungen wie Typ I Diabetes, Multipler Sklerose oder Rheumatischer Arthritis kann eine Unterversorgung mit dem Hormon eine Rolle spielen.

Über jüngste Entwicklungen der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung zur Rolle von Vitamin D für die Krebsvorsorge und -therapie diskutieren internationale Experten bei einem Fachkongress, der zum vierten Mal in Homburg stattfindet. Anhand neuester epidemiologischer und molekularbiologischer Forschungsergebnisse wird der aktuelle Kenntnisstand über die Bedeutung des Vitamin D-Stoffwechsels für die Prävention und Therapie von Krebserkrankungen zusammengefasst. Dabei erörtern die Experten auch, welche Vitamin D-Blutwerte (25-Hydroxyvitamin D-Serumwert) beim Menschen zur Prävention von Krebserkrankungen angestrebt werden sollten und welche Empfehlungen Ärzte zum Umgang mit UV-Strahlung geben sollten.

Organisiert wird die Tagung von Professor Dr. Jörg Reichrath und Professor Dr. Thomas Vogt von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums in Homburg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Michael Friedrich von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums Krefeld.

Das Symposium wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

Link zur Veranstaltung:
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Kontakt:
Prof. Dr. Jörg Reichrath,
Universität des Saarlandes, Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie,
Tel. 06841 16-23802,
E-Mail: Joerg.Reichrath@uniklinikum-saarland.de

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