Viszeralchirurgie am UKL ist Exzellenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie

Für die Zertifizierung wurde die Arbeit der Leipziger Viszeralchirurgen zwei Tage lang durch Auditoren vor Ort begutachtet. Operationen wurden dabei ebenso geprüft wie alle Instrumente, die Ausbildung der Studenten und der Assistenten, aber auch die Behandlungszahlen und die Qualität der durchgeführten Eingriffe.

Dafür bewerteten die Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) auch Faktoren wie die Häufigkeit von Komplikationen während und nach einer Operation oder die Zahl der notwendigen Verlegungen. „Alle diese Ergebnisse unserer Arbeit wurden als sehr gut beurteilt“, zeigt sich Prof. Ines Gockel, Leiterin des Zentrums für minimal-invasive Chirurgie am UKL, erfreut. Die Prüfer waren beeindruckt von den technischen Möglichkeiten als auch vom Team der Viszeralchirurgie. „Wir freuen uns sehr, mit der Zertifizierung jetzt eine so hochrangige Bestätigung unserer Kompetenz in der minimal-invasiven Chirurgie erhalten zu haben“, so Prof. Gockel.

Die Schlüssellochchirurgie ist am Leipziger Universitätsklinikum inzwischen als Standardverfahren bei allen Eingriffen im Bereich der Viszeralchirurgie etabliert. Sowohl Operationen an der Speiseröhre, am Magen und Darm als auch an der Leber sowie Eingriffe in der Adipositaschirurgie werden mit kleinsten Schnitten und oft mit Unterstützung der hochpräzisen OP-Roboter durchgeführt. „Dazu gehören auch komplexe Krebsoperationen, die wir auf diese Weise mit größtmöglicher Sicherheit und so schonend wie möglich durchführen können“, erklärt die Chirurgin. Faktisch alle Bauchoperationen erfolgen damit am UKL minimal-invasiv. „Das zeichnet uns aus“, betont Prof. Gockel, „und ist für unsere Patienten von großem Vorteil. Weil durch die kleinen Schnitte der Körper weniger belastet wird, sind sie viel schneller wieder fit und auf den Beinen.“

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