Virtuose Maschinen: „Unsichtbare Musiker“ mitten in der Eifel

(djd). Mitten in der Eifel, dem ersten Nationalpark Nordrhein-Westfalens, liegt der Luftkurort Monschau mit seiner romantischen Altstadt und den hübschen Fachwerkhäusern. Nur wenige Minuten hinter der historischen Altstadt wird’s spannend, hier liegt das Musikum Monschau. Geigenklänge von Geisterhand und das kleinste selbstspielende Klavier der Welt: Bei einer Führung durch das Musikum hören und sehen die Besucher nicht nur kuriose Schätze und technische Wunderwerke – sie erleben den Klang dreier Jahrhunderte. Denn das Musikum Monschau beherbergt eine einzigartige Sammlung selbstspielender Musikinstrumente. Jedes der historischen Originalstücke nimmt die Besucher mit auf eine akustische Zeitreise.

Ausflug in historische Klangräume

Technikinteressierte und Musikliebhaber, aber auch Schulen, Vereine und Firmen machen im Museum Musikum einen Ausflug in die Geschichte der selbstspielenden Musikinstrumente und erleben eine besondere Klangexpedition: Lange vor der Erfindung von CD-, MP3-Player und Co. baute man in China beispielsweise schon mechanische „Singvögel“ – laut Konfuzius bereits 500 Jahre vor Christus. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erklangen Drehorgeln und Drehpianos auf den Straßen, im Wirtshaus klimperte das automatische Klavier und im eleganten Kaffeehaus lauschte man der dezenten Begleitmusik des prächtigen Violinen-Orchestrions.

Vorführung und Altstadtbummel

Wie sich ein solches Orchestrion anhört, das können die Gäste des Musikums Monschau jetzt auf einer Führung erleben, die auch in Niederländisch und Englisch angeboten wird. Dabei werden in einer etwa 90 Minuten dauernden Vorführung die alten Instrumente live demonstriert. Termine kann man sich jederzeit nach Anmeldung geben lassen – auch am Abend. Mehr Informationen über die Buchung gibt es unter http://www.musikum-monschau.de im Internet. Das Musikum ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet sich als ausgefallener Programmpunkt nach einer Wanderung durch die Eifelwälder oder das Hochmoorgebiet des Hohen Venn an. Anschließend können die Gäste gemütlich durch die verwinkelten Altstadtgassen Monschaus bummeln oder sich bequem von der Stadtbahn zur Burg oberhalb der Stadt fahren lassen, um dort den Panoramablick über die Eifelhöhen zu genießen.

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