Virtueller Arztbesuch: Ferndiagnose, Rezeptanforderung und verkürzte Wartezeiten

Mit den technologischen Fortschritten im Bereich Medizintechnik und dem Internet war es nur eine Frage der Zeit bis es möglich war einen virtuellen Arztbesuch zu absolvieren. Der Trend stammt ursprünglich aus Großbritannien. Dort erfreuen sich die Online Praxen besonderer Beliebtheit. In Nordamerika befindet sich die E-Viste auf dem Vormarsch. Besonders bei kleineren Erkrankungen bzw. bei der Erneuerung von Rezepten ist die Ferndiagnose via Internet das Geschäftsmodell des 21. Jahrhundert. Durch die Abänderung der EU – Richtlinien können Online Praxen bald auch in Deutschland operieren.

 

Herkömmliche Arztpraxen: Kontraproduktive Öffnungszeiten und lange Wartezeiten

Durch den massiven Ärztemangel, besonders in den ländlichen Bereichen, kann es schon vorkommen, dass man erstens extrem lange auf einen Termin warten muss und zweitens die Öffnungszeiten der Praxis mit seinen Arbeitszeiten korrelieren. Auf dem Land sieht dies oft noch schlimmer aus. Geht ein Arzt bzw. eine Ärztin in Pension und kann kein Nachfolger bzw. keine Nachfolgerin gefunden werden, schließt die Praxis. Die Reise zur nächst-gelegenen Klinik oder zur einer nahe gelegenen Arztpraxis kann da schon einen gewissen Zeitraum in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund könnte die virtuelle Arztpraxis für viele ländliche Regionen in der Deutschen Bundesrepublik einen Lösungsansatz parat halten.

 

Virtuelle Arztpraxen und der Deutsche Markt

Leider ist Deutschland im Bereich der virtuellen Arztpraxen im hintersten Feld angesiedelt. Nach den neusten Trendberichten von Deloitte, einer der weltweit größten Consulting Agenturen sind die virtuellen Arztbesuche weltweit massive gestiegen. Allein für 2014 können bis dato 100 Millionen E-Besuche gezählt werden. Hier muss aber auch erwähnt werden, dass die Deutsche Gesetzgebund in zahlreichen Punkten verhindert, dass Diagnosen und Verschreibung von rezeptpflichtigen Medikamenten via E-Praxen erfolgen. Auch wenn die Gesetzgebung in den letzten Jahren ein wenig gelockert wird, sehen die Experten keinen massiven Anstieg in E-Visiten. Dennoch sollten Patienten in der Deutschen Bundesrepublik über den virtuellen Arztbesuch in Kenntnis gesetzt werden. Gerade wegen dem massiven Ärztemangel könnte die virtuelle Arztpraxis ein Ansatz in die richtige Richtung sein.

 

Wie funktioniert der virtuelle Arztbesuch?

Bei einem virtuellen Arztbesuch kommuniziert der Patient mit einem Arzt bzw. mit einer Ärztin via einem gesicherten Portal. Das Arzt – Patienten – Gespräch kann schriftlich oder via Videokonferenzschaltung erfolgen. Dabei schildert der Patient dem Arzt bzw. der Ärztin seine Symptome. Sollten es dem Arzt bzw. der Ärztin nicht möglich sein eine Diagnose via dem Online – Gespräch zu stellen, wird dem Patienten geraten eine Klinik aufzusuchen. Bei einer Erkältung oder einer Erneuerung des Rezeptes kann sich der E-Besuch aber in jedem Fall rentieren, besonders da sich der Patient bzw. der Patientin sowohl den Weg als auch die lange Wartezeit für ein zwei Minuten Gespräch erspart hat.

 

Vorreiter in der Deutschen Bundesrepublik: ferndiagnose.org

Auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis die E-Visite im deutschen Raum vollständig etabliert ist, haben sich bereits einige Vorreiter im europäischen Ausland angesiedelt. So kann der Patient bzw. die Patientin zum Beispiel mit einem bereits verschriebenen Rezept auf ferndiagnose.org einen 24 Stunden Eilversand des Medikaments veranlassen.

 

Vorteile von E-Praxen: Kosteneinsparung und reduzierte Wartezeiten

Die Vorteile von E-Praxen sind zuerst vom ökonomischen Standbund zu betrachten. Das Deutsche Gesundheitssystem hat mit massiven Kosten zu kämpfen, die in ferner Zukunft vermutlich nicht mehr tragbar sind. Die Einführung eines virtuellen Arztbesuches könnte dem deutschen System eine beträchtliche Einsparung bringen. Die Vorteile für den Patienten finden sich besonders in einer reduzierten Wartezeit und dem verbesserten Zugang zu medizinischen Fachkräften und der entsprechenden Behandlung. Durch das online Netzwerk wären Patientendaten auf dem aktuellen Stand und schnell zugänglich. Ein Vorteil, der dem Patienten bzw. der Patientin gerade im Bereich einer zügigen und richtigen Diagnose zu gute kommen kann. Fehldiagnosen sind gerade wegen dem Mangel eines entsprechenden abgedateten Datennetzwerkes der Patienten massiv angestiegen.

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