Vier Millionen Euro für mehr Lebensqualität und Gesundheit – Hochschule Neu-Ulm ist Partner

In Forschung und Praxis ist noch offen, wie bei der alternden Gesellschaft Gesundheit, Aktivität, gesellschaftliche Teilhabe und Engagement erhalten werden können. Für die Lebensphase rund um den Austritt aus dem Berufsleben und die anschließende Zeit entwickeln die Verbundpartner im Projekt FISnet präventive Dienstleistungsnetzwerke.
Diese Netzwerke bringen Anbieter und Abnehmer von Gesundheitsdienstleistungen mit einem Mix aus innovativen Vernetzungsformen und Angeboten zusammen. Sie sollen die vielfältigen, individuellen Bedürfnisse älterer Menschen flexibel, gebündelt und den jeweiligen Lebenssituationen angemessen entsprechen. „Es geht um gesellschaftliche Teilhabe in allen Phasen des Lebens. Gesundheitsversorgung, Mobilität und altersgerechte Dienstleistungen müssen dafür an veränderte gesellschaftliche Strukturen angepasst, vernetzt und neu konzipiert werden“, so Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Die HNU wird sich im Rahmen des Verbundprojekts mit dem Bereich der „Technischen Unterstützung interaktiver Vernetzung“ beteiligen. Die HNU-Professoren Dr. Heiko Gewald und Dr. Philipp Brune beschäftigen sich damit, wie der Zugang zu präventiven Maßnahmen und Dienstleistungen mit Hilfe von Informationssystemen erleichtert werden kann und wie diese Systeme die Kooperation zwischen den Nutzern und die Erstellung individueller Dienstleistungen in diesen Netzwerken unterstützt werden kann. Sie entwickeln dazu eine alternsgerechte Modellanwendung, die die aktive Teilhabe von alten und älteren Menschen aller Bevölkerungsgruppen und -schichten verbessern wird. Ziel der Professoren ist es zudem, herauszufinden, was zur Akzeptanz von Informations- und Kommunikationssystemen beiträgt. Sie berücksichtigen dabei individuelle Bedarfs- und Bedürfnislagen in Hinblick auf Sicherheit, Mobilität und Zeit. Zusätzlich beziehen sie die individuellen Verhaltensmuster mit ein, die abhängig sind von Lebenssituation und -form, sozialem und ethnischem Hintergrund, Gender und Stadt-Land-Unterschieden. „Damit leisten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region. Die Anwendung wird einer breiten Bevölkerungsgruppe den Zugang zu Angeboten, die sowohl körperliche und geistige Fitness fördern, deutlich vereinfachen – auch über das Berufsleben hinaus“, so Prof. Dr. Heiko Gewald, Leiter des Projekts der HNU.

In den kommenden vier Jahren werden in der Region Augsburg/Schwaben die vorhandenen Bedürfnisse und bestehende Angebote für präventive Gesundheitsdienstleistungen im Altersübergang wissenschaftlich untersucht. Auf Basis der Ergebnisse werden dann mit Partnern aus der Praxis kooperative Dienstleistungsnetzwerke aufgebaut.

Neben den Antragstellern aus der Wissenschaft beteiligen sich zahlreiche regionale Partner aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medizin, Bildung und bürgerschaftliches Engagement: manroland, Stadtsparkasse Augsburg, Förderagentur Augsburg, Bezirk Schwaben, Landratsamt Augsburg, Stadt Augsburg, Gesundheitsamt Augsburg, Bayerische Gesundheitsregion Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung, DRV Schwaben, Klinikum Augsburg, Caritas Augsburg, AOK Bayern, SIC, VHS Augsburg und VHS Aichach-Friedberg, BBZ, Kompetenznetzwerk „Gesunder Mensch“ e.V. und Bündnis für Augsburg.

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