Versteckten Dickmachern auf der Spur

(djd). Fette Braten, dicke Knödel und Sahnetorten kommen bei Diabetikern selten auf den Tisch. Um erhöhte Blutzuckerspiegel und Übergewicht zu senken, achten Betroffene darauf, ihre Ernährung auf eine kohlenhydrat- und kalorienarme Kost umzustellen. Dabei denken jedoch die wenigsten daran, dass sie auch bei vermeintlich gesunden Fertigprodukten wie Fruchtbuttermilch, Müsli und Joghurt genauer hinschauen sollten. Solche Produkte können große Mengen versteckten Zucker enthalten. Auch Alkohol ist eine Kalorienbombe und sollte, wie alles andere auch, nur in Maßen genossen werden.

„Carb smart“ – weniger Kohlenhydrate

Auch bei Kohlenhydraten ist weniger mehr. Da diese schnell in Glukose umgewandelt werden, wirken sie stark auf die Blutzuckerwerte. Aber es gibt Unterschiede: Kohlenhydrate mit einem hohen glykämischen Index – etwa Weißbrot, Honig und Bratkartoffeln – beeinflussen den Blutzucker stärker als Nahrungsmittel mit einem niedrigen Index wie Vollkornbrot, Kleie, Obst und fettarme Milchprodukte. Unter www.diabetes-behandeln.de gibt es weitere Informationen. Blutzuckermessungen zeigen, wie gut der Zuckerspiegel eingestellt ist.

Unterzuckerung vermeiden

Reichen die Änderungen des Lebensstils zur Senkung des Blutzuckerspiegels nicht aus, erhalten Patienten entsprechend den Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) ein Antidiabetikum wie Metformin, das unter anderem die Glukoseneubildung in der Leber hemmt und die Insulinempfindlichkeit im Körper erhöht. Lässt sich der Blutzucker damit nicht optimal einstellen, kann man zusätzlich auf eine neue Generation an Medikamenten zurückgreifen, die über die Darmhormone die Insulinproduktion positiv beeinflussen – mit einem entscheidenden Vorteil: „DPP-4-Hemmer wie Januvia können die Insulinausschüttung im Körper bedarfsgerecht erhöhen, ohne dass dabei das Risiko für Unterzuckerungen steigt“, erklärt der Münchner Diabetologe Professor Dr. Oliver Schnell. Sie senken den Blutzuckerspiegel nicht unmittelbar, sondern unterstützen die körpereigene Regulation und können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

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