Versorgungsstrategien für Menschen mit Demenz – Lebensqualität und Selbstbestimmung

Im Fokus der 4. Jahrestagung des DZNE Witten am 9. Oktober 2013 steht der Dialog zu dem Thema „Selbstbestimmung und Lebensqualität“ auf theoretischer und praktischer Ebene. Die Veranstaltung ist damit eingebettet in die Thematik des diesjährigen Wissenschaftsjahres „Die demografische Chance“.

Die Begriffe Selbstbestimmung und Lebensqualität stehen für Konzepte, die aufgrund ihrer subjektiven Bedeutung in vielfältiger Weise gebraucht werden. Beide haben eine hohe Relevanz insbesondere für Menschen mit Demenz, deren Selbstbestimmung oft aufgrund kognitiver Einbußen eingeschränkt wird und deren Lebensqualität mitunter dadurch beeinflusst wird. Die diesjährige Jahrestagung des DZNE hat das Ziel, den Austausch zwischen Theorie, Forschung und Praxis intensiv zu gestalten und nachhaltig zu fördern.

Dazu wird das Programm in drei Blöcke gegliedert, um in unterschiedlichen Veranstaltungsformen Raum für Auseinandersetzung mit und Diskussion über das Thema „Selbstbestimmung und Lebensqualität“ zu schaffen. Zum einen werden die Konzepte Selbstbestimmung und Lebensqualität in Vorträgen theoretisch beleuchtet. Folgend wird in Kleingruppen in sogenannten „Zukunftscafes“ ein intensiver Diskurs zwischen Theorie und Praxis erfolgen. Themen sind hier u.a. die „Zukunft der Demenzwohnbereiche“, Selbsthilfegruppen, aber auch das Ehrenamt. Im Anschluss an die „Zukunftscafes“ wird in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern aus:

Politik: Marlis Bredehorst, Staatsekretärin, MGEPA NRW,
Pflege: Ali Celik, PFLEGE optimal GmbH, Krefeld,
Qualitätssicherung: Jürgen Brüggemann, MDS
Betroffenenvertretung: Bärbel Hoffmann, Diakonie Wuppertal
Ethik: Prof. Dr. Martina Kumlehn, Uni. Rostock
Wissenschaft: Prof. Dr. Martina Roes, DZNE Witten

zum Thema „Wer oder was verhindert bzw. fördert Selbstbestimmung und Lebensqualität?“ diskutiert.

Versorgungsstrategien für Menschen mit Demenz – Selbstbestimmung und Lebensqualität -“ ist das Thema der am 09. Oktober 2013 an der Universität Witten/Herdecke stattfindenden Tagung. Veranstalter der Tagung ist das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Witten, das aus der Universität entstanden ist und mit ihr eng zusammenarbeitet. Der vor vier Jahren gegründete Standort in Witten veranstaltet damit seine 4. Jahrestagung. „Mit der Tagung möchten wir auf die aus unserer Sicht immer noch ungenügende Umsetzung der Konzepte Selbstbestimmung und Lebensqualität hinweisen. Eine auf diese Konzepte abgestimmte Versorgung ist aber gerade für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen besonders wichtig“, erklärt Prof. Dr. Martina Roes, Sprecherin des DZNE Witten, die Grundidee der Tagung.

Hinweise: Die Tagung findet am 9.10.2013 von 10:00 bis ca. 17:30 im Audimax der Universität Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Str. 50 in Witten statt. Nicht angemeldete Besucher zu der ansonsten kostenlosen Tagung können evtl. nicht mehr eingelassen werden. Journalisten sind jederzeit herzlich willkommen (sabine.moeller@dzne.de, 02302/926-237, fax-239).

Über uns:
Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1982 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.500 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Witten wirkt. In Forschung, Lehre und Gesellschaft.

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