Verändertes Trensplantationsgesetz – Gibt es mehr Spenderorgane?

Verändertes Transplantationsgesetz – Gibt es mehr Spenderorgane?
System am DHZB zur Verlängerung der Transportzeit schlagender Spenderherzen

Immer weniger schwerkranke Menschen können aus Mangel an Spenderorganen transplantiert werden und damit wieder ein lebenswertes Leben gewinnen. Insgesamt sanken erneut die Zahlen an Organspenden 2011 bundesweit um rund 7 Prozent. Zwar sind 75 Prozent aller Bundesbürger für eine Organspende, aber höchstens 15-25 Prozent tragen tatsächlich einen Organspenderausweis. Rund 12000 Patienten warten derzeit auf ein Spenderorgan. Jährlich sterben rund 1000 Patienten auf der Warteliste.

Auch am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) mit einem der bundesweit größten Transplantationsprogramme sinken die Transplantationszahlen für Herz, Lunge und die Kombination von Herz und Lunge .Die Hoffnung liegt nun bei den gerade in letzter Lesung beschlossenen Änderungen des Transplantationsgesetzes von 1997. Jetzt soll u. a. die sogen. Entscheidungslösung und die Einführung von Transplantationsbeauftragten an Krankenhäusern beitragen, den Mangel an Spenderorganen zu vermindern.

Ein neuartiges medizintechnisches Gerät (Organ Care System,eine Spezial-Herzlungenma-schine), in dem ein schlagendes Spenderherz mit warmem sauerstoffreichen Spenderblut durchspült wird, erlaubt am DHZB eine annähernde Verdopplung der Transportzeit von Spenderorganen auch aus weit entfernten Ländern. Hinzu kommt, dass keine Gewebeschäden, wie sie bei der bislang üblichen Kältekonservierung auftreten, mehr nachweisbar sind, sodass mehr und qualitativ bessere Herzen zur Transplantation zur Verfügung stehen.

Im Vorfeld des „Tages der Organspende“ (2. Mai) beantworten wir Fragen zur Änderung des Transplantationsgesetzes, stellen Ihnen Patienten und ihre Schicksale vor und zeigen Ihnen das neue Organ Care System.

Pressekonferenz
Donnerstag, 31. Mai 2012, 11.30 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin, Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Die Referenten sind: Prof. Dr.med. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor, DHZB
Oberarzt PD Dr. Christoph Knosalla, Herzchirurg
Ute Opper, Interessenverband Organtransplantierter Patienten IOP
Patienten nach Herz- bzw. Lungentransplantation

Über Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

Infos: Tel.:030/ 832 41 37; Handy:0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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