UZH-Forscher Burkhard Becher erhält Sobek-Forschungspreis

Die wissenschaftlichen Leistungen von Burkhard Becher, Professor an der Universität Zürich, sind von größter Bedeutung für das Grundverständnis der Multiplen Sklerose und ihrer immunpathologischen Mechanismen. Seine Forschungsgebiete reichen von der MS-Immunologie bis hin zu grundlegenden Fragen der Markscheiden-Schädigung, zur Rolle von verschiedenen Immunzellen und deren Regulation und den komplexen Zytokin-Netzwerken bei Hirnentzündungen. Seine wissenschaftlichen Erkenntnisse sind von unmittelbarer Relevanz für das aktuelle Verständnis der Immunpathologie der MS als entzündlicher Hirnerkrankung und haben richtungsweisende Bedeutung für Ansätze zur molekularen Therapie der Zukunft.

Der gebürtige Kölner ist international stark vernetzt und an mehreren europäischen Universitäten als Partner und Ausbilder eingebunden, ebenso in internationale Fachgesellschaften und Gutachtergremien. Seine zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten wurden international in hochrangigen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Er ist einer der meistzitierten Forscher seiner Altersgruppe.

Bereits Nachwuchspreisträger

Kurzum: Mit gerade 50 Jahren verfügt Professor Becher über eine herausragende Leistungsbilanz. 2004 hatte er schon den Sobek-Nachwuchspreis erhalten, und seitdem hat der Biologe eine internationale Spitzenstellung in der MS-Grundlagenforschung erworben. Auf Veranstaltungen agiert der Direktor des Instituts für Experimentelle Immunologie an der Universität Zürich als Botschafter für die MS-Forschung. Einerseits leidenschaftlicher Forscher, hat er andererseits die Gabe, die komplexen Inhalte seiner Arbeiten auch einem breiten Publikum verständlich und anschaulich nahezubringen. Er sei ein aussergewöhnlicher Kandidat für den Sobek-Forschungspreis, wie Ulrich Steinbach, Ministerialdirektor und Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, in seiner Laudatio unterstrich.

Roman, Marga und Mareille Sobek-Stiftung

Mit dem Sobek-Forschungspreis der Stiftung aus Renningen, Baden-Württemberg, werden richtungsweisende Leistungen von Wissenschaftlern an Hochschulen und ausseruniversitären Forschungseinrichtungen im Bereich der Multiplen Sklerose und der dazugehörenden Grundlagenforschung ausgezeichnet. Entscheidungskriterien sind allein Qualität und Exzellenz der Forschungsleistung. Es kann sowohl eine ausserordentliche wissenschaftliche Einzel- als auch eine Gesamtleistung gewürdigt werden.

Die Sobek-Stiftung verleiht ihren Forschungspreis auf Vorschlag eines wissenschaftlichen Beirates in Zusammenarbeit mit der AMSEL, Aktion Multiple Sklerose Erkrankter, Landesverband der DMSG in Baden-Württemberg e.V. und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG). Die Schirmherrschaft für die Preisverleihung hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg.

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