Ursachen und Behandlung der Akne

Die Akne ist weltweit die verbreitetste Hauterkrankung. Über 70% der Jugendlichen leiden an dieser Hauterkrankung mit Mitessern und Pickeln. Zumeist sind das Gesicht und der obere Stammbereich (Brust und oberer Rücken) betroffen. In etwa 10% der Fälle besteht die Akne bis ins Erwachsenenalter hinein.

Entstehung der Akne

Die Ursachen der Akne liegen zum einen in einer hormonell bedingten, erhöhten Talgproduktion, zum anderen in einer Verhornungsstörung. Da die Talgproduktion durch Androgene (männliche Geschlechtshormone) stimuliert wird, sind Jungen und Männer stärker betroffen als Mädchen und Frauen. Aber auch genetische Faktoren scheinen einen Einfluss auf die Entstehung der Akne zu haben. Der Talg wird normalerweise über den Haarbalg nach außen transportiert, bei der Akne kommt es aber durch die Verhornungsstörung zu einer übermäßigen Bildung von Hornmaterial, das die Ausführungsgänge der Talgdrüsen verstopft. Das führt zunächst zur Bildung von Mitessern. In den verschlossenen Mitessern können sich nun bestimmte Bakterien vermehren, die den gestauten Hauttalg zersetzen. Die Spaltprodukte des Talgs fördern nun Entzündungsreaktionen – so entstehen entzündete Pickel und Knötchen.

Formen der Akne

Die Akne tritt vor allem dort auf, wo sich viele Talgdrüsen befinden, also in Gesicht, im Nacken, auf der Brust und den Schultern. Es gibt verschieden Erscheinungsformen der Akne. Die bekannteste ist die Acne vulgaris, die gemeine Akne. Wenn sich aus den Mitessern entzündete Papeln und Knötchen bilden, spricht man von der Acne papulopustulosa. Aus diesen entzündeten Knötchen können kleine Narben entstehen. Die schwerste Form der Akne ist die Acne conglobata, von der hauptsächlich Männer betroffen sind. Bei dieser Form können sich ein bis zwei Zentimeter große entzündete Eiterpickel entstehen, die sogar zum Abszess führen können. Bei dieser schweren Form der Akne bleiben nach der Abheilung meist sichtbare Narben zurück.

Behandlung der Akne

Bei leichten Formen der Akne kann eine gründliche, tägliche Hautreinigung und -pflege ausreichen um das Hautbild zu normalisieren. Bei schwereren Verlaufsformen sollte immer der Hautarzt aufgesucht werden um eine geeignete Behandlung zusammenzustellen. Hier gibt es die Möglichkeit einer lokalen, äußerlichen Therapie mit Cremes, Gelen und Lotionen, die Wirkstoffe wie Vitamin-A-Säure, Benzoylperoxid oder Azelainsäure beinhalten. Ist der Akne mit einer solchen lokalen (topischen) Behandlung nicht beizukommen, gibt es die Möglichkeit einer systemischen (innerlichen) Behandlung. Hier kommen Antibiotika, Hormonpräparate und Vitamin-A-Säure in Betracht. Diese Präparate wirken meist durchgreifender als die lokale Behandlung, haben dafür aber auch mehr unerwünschte Nebenwirkungen, die es abzuwägen gilt. Zusätzlich kann der regelmäßige Besuch einer medizinischen Kosmetikerin helfen, das Hautbild zu verbessern und die Bildung von Narben zu verhindern. Weitere hilfreiche Informationen rund um die Akne finden Sie zum Beispiel auf Akne-Ratgeber.org.

 

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