Urlaub mit einer Extraportion Natur

(dtd). Viele Menschen verbringen ihren Urlaub aktiv in der Natur. Sie wandern, radeln – oder paddeln. Von einem Kanu aus lassen sich Landschaften auf eine ganz besonders reizvolle und stille Art – und aus einem ständig wechselnden Blickwinkel aus entdecken. Ob stundenweise oder mehrtägige Fahrten über einen See oder auf einem gemächlich dahinfließenden Gewässer – auf der Wasserseite gibt es immer eine Extraportion Erholung und Natur. Zahlreiche Fluss- und Seenregionen in Deutschland laden ihre Gäste ein, das Paddel in die Hand zu nehmen und bieten Kanutouren an. Kanufahren kann jeder – zumindest mit ein bisschen Übung. Wer es von der Pike auf lernen will, macht einen Kanukurs für Anfänger, der von vielen Kanuvereinen angeboten wird. Adressen und weitere Informationen gibt es auf der Homepage vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) unter http://www.kanu.de. Seine Empfehlung lautet, dass Kanuten schwimmen können und Kinder mindestens acht Jahre sein sollten, bevor sie ein eigenes Kanu steuern.

Per Pedes, Paddel und Pedal

Die abwechslungsreiche Ferienregion Bayerischer Jura in Ostbayern etwa bietet Aktivurlaubern ideale Voraussetzungen, um die Natur nicht nur zu Fuß oder auf dem Fahrrad, sondern auch vom Wasser aus zu genießen. Entlang von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl verläuft der Fünf-Flüsse-Radweg. Wer einmal die Perspektive wechseln möchte, kann sich an zahlreichen Verleihstationen ein Kanu mieten oder an einer geführten Bootswanderung teilnehmen. Ob auf der gemächlich dahinfließenden Naab, der malerischen Vils oder dem Regen – für Kanuten hat jeder Fluss einen individuellen Charakter. Informationsmaterial zu allen Aktivitäten kann unter http://www.bayerischerjura.de angefordert werden. Viele Angebote sind dort auch direkt buchbar.

Kanu und mehr

Die Genießerregion Hohenlohe und das HeilbronnerLand im Norden Baden-Württembergs bieten neben einem flächendeckenden Netz von E-Bike-Verleih- und Akkuwechselstationen auch individuell geplante und geführte Radwandertouren inklusive Fahrrad-, Gepäck- und Personentransport. Ein besonderes Raderlebnis ist beispielsweise eine kombinierte Kanu- und Biketour. Ob für ein paar Stunden oder mehrere Tage, zu zweit oder als Gruppe: Die Auswahl an buchbaren Pauschalen ist groß. Vor allem Gruppen dürften an einer geführten Radtour mit Bogenschießen, Kanutour und Picknick ihren Spaß haben. Abenteuerlustige buchen zusätzlich eine Übernachtung im „Crow River Tipi Camp“ und beschließen den Tag mit indianischen Ritualen. Weitere Infos gibt es unter http://www.facebook.com/RadregionBadenWuerttemberg.

Die Wasserwege des Teufelsmoors

Die Sanddünen der Osenberge, die Ahlhorner Fischteiche und der Urwald Herrenholz – das sind die Highlights im Naturpark Wildeshauser Geest (http://www.wildegeest.de). Einen Besuch wert ist auch das Naturschutz- und Informationszentrum in Goldenstedt mit Moorlehrpfad, Moortunnel und Moorbahn. Das Outdoorparadies zwischen Oldenburg und Bremen ist eine urwüchsige Landschaft, die sich auch gut vom Kanu aus erkunden lässt. Gepaddelt wird auf der Hunte, die in den landschaftlich reizvollen Abschnitten Goldenstedt-Wildeshausen-Oldenburg zu befahren ist. Buchbar sind Tagestouren und Wochenendpauschalen. Unter http://www.hunte-natur.de gibt es mehr Informationen.
Mit seiner weiten Landschaft, dem hohen Himmel und dem einzigartigen Licht übte das Teufelsmoor nordöstlich von Bremen schon auf die Künstler, die sich um 1900 im abgelegenen Dorf Worpswede niederließen, eine besondere Faszination aus. Der Aura des Teufelsmoors kann sich auch heute kein Besucher entziehen. Noch heute fahren die historischen Torfkähne auf den alten künstlich angelegten Wasserwegen. Wer es gern sportlich mag, erkundet die Region per Rad, Kanu oder Kajak. Bei der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser unter http://www.teufelsmoor.de gibt es alle Informationen.

In der Heimat des Seeadler

Blaue Seen, grüne Wälder, sanfte Hügel – in der Feldberger Seenlandschaft können Wanderer, Wassersportler und Naturliebhaber es sich nur etwa 120 Kilometer nördlich von Berlin richtig gut gehen lassen. Wer die Natur gern vom Paddelboot aus erkunden möchte, der kann das auf der 20 Kilometer langen Strecke tun, die vom staatlich anerkannten Erholungsort Feldberg bis ins uckermärkische Lychen führt. Mit ein wenig Glück erhascht man auf den Feldberger Seen sogar einen Blick auf einen stolzen Seeadler. Eine Pause in Carwitz, wo das Hans-Fallada-Museum zu einem Besuch einlädt, lohnt ebenso wie eine Fahrt mit der handbetriebenen Seilfähre am Schmalen Luzin. Auf http://www.feldberger-seenlandschaft.de gibt es weitere Informationen.

Mit der Kanu-Expertin zu den Bibern

Wer sich in fachkundiger Begleitung aufmachen möchte, um die Natur zu erkunden, kann das in der Uckermark (http://www.tourismus-uckermark.de) im Nordosten Deutschlands tun. Unter dem Motto „Lieber einen Frosch in der Hand als das Handy am Ohr“ gehen Naturexperten mit Naturliebhabern auf Expedition. Kanu-Expertin Frauke de Vere Bennett beispielsweise nimmt ihre Gäste nicht mit ins, sondern aufs Wasser. In abgeschiedener Wildnis können Wasserwanderer mit ihr eine Kanutour ins Auenland des Nationalparks Unteres Odertal erleben. Startpunkt der Tour ist Mescherin im Norden des Nationalparks. Wenn alle wissen, wie die Sache mit dem Paddeln funktioniert, geht es auch schon los. Den Ufern sieht man oft an, dass hier die scheuen Biber das Regiment führen. Auch an einem Schiffswrack geht es vorbei, einmal wird sogar die Grenze nach Polen passiert.

Unterwegs im Flussauen-Nationalpark

Mitten hinein in die glitzernde Auenlandschaft gleitet das Paddelboot, vorbei an sattgrünem Schilf, Seerosen und umgestürzten Bäumen. Dazwischen leuchten gelbe und violette Farbtupfer: Gilbweiderich und Beinwell, eine altbewährte Heilpflanze. Schon bald werden sich hier, im Nationalpark Unteres Odertal, wieder viele Tausend Kraniche sammeln, um nach Süden zu fliegen. Und Naturtouristen können dies hautnah miterleben – in Deutschlands einzigem Flussauen-Nationalpark. „Das ist Wildnis pur. Hier reguliert der Mensch nichts mehr“, schwärmt Nationalparkchef Dirk Treichel. Sein 10.500 Hektar großes Revier in der brandenburgischen Uckermark ist besser erhalten als jede andere Flussauenlandschaft in Deutschland. Als außergewöhnlich groß gilt auch die Artenvielfalt in den Altwassern und Schilfgürteln, den Auwäldern und den regelmäßig überfluteten Feuchtwiesen. Am nächsten kommt man der Wildnis auf einer geführten Paddeltour. Angeboten wird sie von Mitte Juli bis Mitte November. Weitere Informationen, auch über Pauschalangebote, gibt es unter http://www.unteres-odertal.de.

Mit Armkraft durch See und Stadt

Die Ostsee ist zwar nur einen Katzensprung entfernt, doch die Holsteinische Schweiz ist vor allem bekannt für ihre mehr als 200 kleinen und großen Seen. Eingebettet in die sanfte und bewaldete Hügellandschaft zwischen Kiel und Lübeck, finden Urlauber hier – im Gegensatz zu den oft vollen Stränden am Meer – stille Plätzchen mit Blick aufs Wasser, idyllische Badestellen mit oder ohne Bademeister, mit Sprungbrett oder ganz allein im Grünen. Einst von den Gletschern der Eiszeit geschaffen, ist die Landschaft wie gemacht für Wanderer, Rad- und Kanufahrer, Angler und Naturfreunde. Unter http://www.holsteinischeschweiz.de gibt es unter anderem eine Liste von Kanuverleihern, Tipps für Kanutouren und spezielle Angebote wie eine kombinierte Rad-Kanu-Tour am Plöner See. Keine Vorkenntnisse, aber ein wenig Armkraft brauchen auch die Teilnehmer der geführten Stadtrundtour, bei der es mit dem Kanu durch fünf der 12 Seen im Plöner Stadtgebiet geht.

http://www.kanu.de
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