Universitätsmedizin vereinbart Kooperation mit Pham Ngoc Thach University in Vietnam

(Mainz, 26. März 2010, ok) Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universitätsklinik in Ho-Chi-Minh-Stadt, Hauptstadt von Vietnam, haben eine Ausweitung der Zusammenarbeit vereinbart. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde heute (26. März 2010) in Mainz bei einem viertägigen Besuch einer vietnamesischen Delegation unterzeichnet. Profitieren werden vor allem Medizinstudenten und Wissenschaftler beider universitärer Einrichtungen, die in gemeinsame Forschungsprojekte eingebunden sein werden.

"Die von uns nach Vietnam zu entsendenden Studenten und Wissenschaftler werden mit Krankheitsbildern konfrontiert, die in unserem Teil der Welt praktisch nicht oder nur sehr selten vorkommen", benannte der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, einen zentralen Nutzen der Kooperation. "In einer globalisierten Welt benötigen wir zwangsläufig früher oder später Erfahrungen auch mit diesen Krankheiten." Auch werde die Universitätsmedizin Mainz durch das Abkommen einem anderen Anspruch gerecht: "Die Studenten sollen Gelegenheit bekommen im Austausch über den viel zitierten Tellerrand hinauszuschauen und auch andere Kulturen kennenzulernen", machte Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban deutlich.

Die Kooperation zwischen der Universitätsmedizin Mainz und der Pham Ngoc Thach University besteht bereits seit dem Jahr 2007. Im Zuge der jetzigen Vereinbarung sollen zwei langfristig ausgelegte Projekte Kontur bekommen: Zum einen wird die Universitätsmedizin Mainz die vietnamesische Partner-Universität bei der Neuordnung der Medizinerausbildung nach der neuen Mainzer Studienordnung unterstützen. Eine vietnamesische Übersetzung des Curriculums wurde bereits übergeben. Daraus resultiert, dass Studenten in Ho-Chi-Minh-Stadt ab dem Wintersemester 2010/2011 die Möglichkeit haben, ihr gesamtes Studium nach den Mainzer Regularien zu absolvieren. Erstmals könnten sie somit 2016/2017 einen vergleichbaren Abschluss erreichen.

Zum anderen kündigt sich in der Patientenversorgung in Ho-Chi-Minh-Stadt ein weiterer Meilenstein an: Die Pham Ngoc University wird aus Eigenmitteln eine neue Universitätsklinik nach Mainzer Standard aufbauen. In der ersten Bauphase soll dort bis 2013 ein universitäres Herzzentrum entstehen. Von Seiten der Universitätsmedizin Mainz erarbeitete Prof. Dr. Georg-Dieter Kneissl die beiden letztgenannten Kooperationsziele. Das Projekt Herzzentrum in Ho-Chi-Minh-Stadt wird von der Adolf-Messer-Stiftung gefördert.

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Stv. Geschäftsführer Ressort Forschung und Lehre
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Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 50 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter <www.unimedizin-mainz.de>
(idw, 03/2010)

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