Universitätsklinikum Heidelberg verabschiedete Professor Dr. Dr. h.c. J. Rüdiger Siewert als Leitend

Bei der Abschiedsfeier im Beisein zahlreicher prominenter Vertreter aus der Heidelberger Universität, Universitätsmedizin, der Politik sowie den Partner-Institutionen im Gesundheitswesen würdigte die Ministerin für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg, Theresia Bauer, seine großen Verdienste am Standort Heidelberg und wies darauf hin, dass während Siewerts Amtszeit das Universitätsklinikum einen großen Aufschwung genommen und an Bedeutung und Größe weiter zugenommen habe. Zu den Meilensteinen zählen die Eröffnung der neuen Kinderklinik, des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums HIT sowie des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT. Auch die Einführung der Department-Struktur im Klinikum sowie mehrere erfolgreiche Berufungen renommierter Kliniker trügen seine Handschrift. Professor Siewert habe zudem als Vorstandsvorsitzender des Verbands der Universitätsklinika Deutschlands VUD sich stets für die besonderen Anforderungen der Universitätsmedizin eingesetzt.

International bekannter Chirurg und Klinikumschef in München

Professor Siewert blickt zudem auf eine lange Karriere als international bekannter und mehrfach ausgezeichneter Chirurg zurück. Nach chirurgischer Ausbildung am Berliner Virchow-Klinikum und der Universität Göttingen, wo er sich über Diagnostik und Operationsmethoden der Speiseröhrenchirurgie habilitierte, folgte 1982 ein Ruf an das Klinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München auf den Lehrstuhl für Chirurgie. Dort baute er seinen Ruf als einer der weltweit führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Speiseröhren- und Magen-Chirurgie aus. Bis 2007 führte er zudem das Klinikum Rechts der Isar als Leitender Ärztlicher Direktor für 20 Jahre im Nebenamt.

Wesentlicher Schwerpunkt von Siewerts Amtszeit war die Ausweitung der engen Kooperation mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ über den wissenschaftlichen Bereich hinaus in die Klinik. Sichtbares Zeichen dieses Erfolges ist das 2010 eröffnete NCT, das interdisziplinäre, ambulante Krebsbehandlung und Forschung unter einem Dach vereinigt. Auch der Gewinn der vier Beteiligungen Heidelbergs im nationalen Wettbewerb um die Gesundheitsforschungszentren beruht auf der fruchtbaren Zusammenarbeit des Universitätsklinikums mit dem DKFZ und den Universitäts-Instituten.

„Patient first“ und ärztliche Leistung als oberstes Prinzip

Professor Siewert zog eine positive Bilanz seiner Amtszeit: Die Agenda sei erfolgreich abgearbeitet. Wichtigste Aufgabe eines Leitenden Ärztlichen Direktors sei es, das Motto der Mayo-Klinik „Patient first“ und die ärztliche Leistung hoch zu halten und in der Auseinandersetzung mit den Vorstandskollegen, die für die wirtschaftliche Stabilität und die Exzellenz in der Forschung zuständig seien, zu tragfähigen Kompromissen zu kommen, die letztlich immer das Wohl des Patienten zum Ziel hätten.

Das Universitätsklinikum Heidelberg wünscht Professor Dr. Dr. h.c. J. Rüdiger Siewert in Freiburg alles Gute!

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
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Tel.: 06221 / 56 45 36
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Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter

159 / 2011

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