Universitäres Krebszentrum Leipzig: Seit fünf Jahren Rundum-Betreuung auf höchstem Niveau

Eine zentrale Anlaufstelle für Patienten mit einem Krebsverdacht oder einer Krebserkrankung am UKL aufzubauen – mit diesem Anspruch startete das UCCL vor fünf Jahren. „Das ist dem Team um Prof. Lordick hervorragend gelungen“, bilanziert Prof. Wolfgang E. Fleig, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Leipzig. „Das Krebszentrum bietet unseren Patienten im Zusammenspiel mit allen Eirichtungen des UKL eine hochkompetente Rundum-Betreuung, in der Menschen mit Krebs während der Abklärung und Behandlung begleitet und auch umfassend unterstützt werden“, so Fleig weiter.
Dass dieses Angebot benötigt und angenommen wird, belegen die Zahlen: Allein im ersten Quartal dieses Jahres verzeichneten das UCCL-Team 5000 Patientenkontakte. „Bei unserem Start, im vierten Quartal 2012, waren es 1400“, erklärt Professor Florian Lordick, Direktor des UCCL. „Diese sehr gute Entwicklung macht uns stolz, denn auf diese Weise können mehr Patienten mit Krebs von den Leistungen der universitären Medizin profitieren“, so Lordick.

Im UCCL werden diese Leistungen faktisch gebündelt – hier ist der erste Anlaufpunkt für Menschen mit einer Verdachtsdiagnose oder komplizierten Tumorerkrankungen. In den Sprechstunden kommen multidisziplinäre Teams zusammen, um jeden Fall individuell zu betrachten und das für den Patienten beste weitere Vorgehen zu planen. Das kann eine Folgebehandlung beim niedergelassenen Kollegen ebenso beinhalten wie eine Operation oder die Aufnahme des Patienten in aktuell laufende klinische Studien. Solche Studien bieten früh Zugang zu medizinischen Innovationen wie neuesten Operations- und Bestrahlungsverfahren und wirksameren Medikamenten und sind ein großer Vorteil einer universitätsmedizinischen Betreuung. „Unsere Patienten sollen das Beste erhalten, was moderne Krebsmedizin bieten kann, das ist unser Credo“, so der UCCL-Direktor.

In jedem Fall wird daher frühzeitig auch das Beratungsangebot des UCCL, das von psychoonkologischer Unterstützung bis zu sozialer Beratung reicht, in die Behandlung integriert. „Gerade am Anfang, wenn die Diagnose gestellt wird, ist die Unsicherheit und damit der Unterstützungsbedarf sehr groß“, beschreibt Lordick. „Da müssen wir den Patienten das Licht am Ende des Tunnels aufzeigen“. Besonders jungen Menschen mit Krebserkrankungen helfen die Unterstützungsangebote, trotz Krebs ihre Lebensziele wie Ausbildung oder Familiengründung weiterzuverfolgen. Denn viele Krebserkrankungen können heute besser behandelt werden. „Für unserer Patienten bedeutet das, sich auf das Leben mit Krebs oder nach Überwindung der Erkrankung einzurichten“, so der UKL-Krebsexperte.

Manchmal geht es aber auch darum, die verbleibende Zeit so gut und so lebenswert wie möglich zu gestalten. „Dann besteht unsere Aufgabe darin, unsere Patienten und die Angehörigen auf dem schweren Weg zu begleiten und zu unterstützen, beispielsweise um Vorkehrungen zu treffen oder mit den Symptomen umgehen zu können“, erläutert Lordick. Gerade Schmerzkontrolle wird für viele wichtig. Um hier besser helfen zu können, wurde gerade eine neue Sprechstunde im UCCL eingerichtet. Hier beraten palliativmedizinisch geschulte Experten die Patienten und helfen dabei, solange wie möglich so viel Lebensqualität wie möglich zu erhalten.

Qualitätssiegel und neue Räume

Einen besonderen Meilenstein in seiner jungen Entwicklung hat das UCCL 2015 mit der Verleihung des Siegels „Onkologisches Zentrum“ durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) erreicht. Das Leipziger Zentrum ist damit eines der größten nach den strengen Qualitätskriterien der DKG zertifizierten Zentren in Deutschland. „Unsere Patienten können sich darauf verlassen, dass unsere Arbeit umfassend geprüft wurde und höchsten Qualitätskriterien entspricht“, so Lordick.
Den nächsten Meilenstein erreicht das UCCL im kommenden Jahr. Mit der Fertigstellung des neuen Klinikzentrums Haus 7 wird auch das Krebszentrum neue, großzügige Räume erhalten. Die Ambulanzen werden sich vergrößern und mehr Platz für die steigende Zahl an Patienten bieten. Zudem rücken alle onkologischen Bereiche des UKL durch den Neubau noch enger zusammen. „Wir freuen uns sehr, so gute Bedingungen für unsere Patienten und unsere Arbeit zu erhalten“, so Lordick. „Mit der entstehenden neuen Portalambulanz wird auch noch deutlicher sichtbar, dass die Krebsbehandlung am UKL von vielen Spezialisten getragen wird, aber aus einer Hand kommt.“

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