United Nations Secretary-General’s Scientific Advisory Board trifft sich zu erster Sitzung

Das erste Arbeitstreffen des UN Secretary-General‘s Scientific Advisory Board findet auf Einladung der Bundesregierung am Donnerstag, 30. Januar, und Freitag, 31. Januar, in Berlin statt. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und die Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, werden an dem Treffen teilnehmen. Auf der Agenda der Wissenschaftler stehen die Themen Forschung und Entwicklung. Dabei werden auch soziale und ethische Aspekte berücksichtigt, unter anderem die Frage, wie die am wenigsten entwickelten Länder der Welt besser als bisher von wissenschaftlichen Fortschritten profitieren können.

„Das UN Secretary-General’s Advisory Board befasst sich mit außerordentlich bedeutsamen Fragen zur nachhaltigen Entwicklung der Weltbevölkerung und wird dabei die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Politik vertiefen“, sagt Prof. Jörg Hacker. „Ich nehme die Herausforderung, in diesem Gremium mitzuarbeiten, mit großer Freude an“, sagt Hacker weiter.

Der wissenschaftliche Beirat wurde eingerichtet, um die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Politik zu stärken und Prioritätensetzungen in der Forschung zu empfehlen. Die Mitglieder werden den UN-Generalsekretär sowie die Chefs der UN-Organisationen zu aktuellen Themen beraten sowie Wissenslücken und Forschungsbedarf identifizieren. Leitung und Geschäftsführung des Gremiums wurden der UNESCO übertragen. Die Mitglieder sind ad personam benannt. Ihre Berufung gilt zunächst für zwei Jahre.

Der Mikrobiologe Professor Jörg Hacker ist seit 2010 Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Zuvor war er von 2003 bis 2009 Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von 2008 bis 2010 Präsident des Robert Koch-Instituts in Berlin. Mehrfach war der Wissenschaftler im Ausland tätig. So führten ihn Forschungsaufenthalte in den Jahren 2000 und 2005 an das Institut Pasteur in Paris. Im Jahr 2006 nahm er eine Gastprofessur an der Tel Aviv University (Israel) wahr. Zu seinen Forschungsgebieten zählt die molekulare Analyse von Infektionserregern. Jörg Hacker studierte von 1970 bis 1974 Biologie mit Schwerpunkt Genetik und Mikrobiologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Nach der Promotion in Halle 1979 und der Habilitation am Institut für Mikrobiologie der Universität Würzburg 1986 war Jörg Hacker von 1988 an Professor für Mikrobiologie in Würzburg. 1993 wurde ihm die Leitung des Würzburger Institutes für Molekulare Infektionsbiologie übertragen.

Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und versammelt mit etwa 1500 Mitgliedern hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus rund 30 Ländern. Sie ist der freien Wissenschaft zum Wohle der Menschen und der Gestaltung der Zukunft verpflichtet. Als Nationale Akademie Deutschlands vertritt die Leopoldina die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien und nimmt zu wissenschaftlichen Grundlagen politischer und gesellschaftlicher Fragen unabhängig Stellung. Hierzu erarbeitet sie unabhängige Expertisen von nationaler und internationaler Bedeutung. Die Leopoldina fördert die wissenschaftliche und öffentliche Diskussion, sie unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs, verleiht Auszeichnungen, führt Forschungsprojekte durch und setzt sich für die Wahrung der Menschenrechte verfolgter Wissenschaftler ein.

Link zur Liste der in das UN Secretary-General’s Scientific Advisory Board berufenen Wissenschaftler:

Link zum Foto von Professor Jörg Hacker, Copyright: Karsten Möbius/Leopoldina:

Interviews mit Herrn Professor Hacker können unter oder 0345/472 39 802 angefragt werden.

Zum Festakt am Donnerstag, 30. Januar, 10 Uhr, sind Pressevertreter zugelassen. Eine Anmeldung über das Auswärtige Amt ist dafür erforderlich per E-Mail an oder per Telefon unter 030/500 020 56.

Weitere Interviewpartner für Informationen zum UN Secretary-General’s Scientific Advisory Board vermittelt die UNESCO. Ansprechpartner: Farid Gardizi, E-Mail: Tel.: 0228/604 97 37.

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