Uniklinikum Jena soll Forschungszentrum für translationale Medizin erhalten

„F3“ heißt das Rechteck auf den Orientierungsplänen des Universitätsklinikums Jena für das Areal in Lobeda, noch steht zwischen den Forschungsbauten entlang der Erlanger Allee ein Fertigbau, der in den 90er Jahren errichtet wurde. „Mit der Förderempfehlung des Wissenschaftsrates rückt die Möglichkeit näher, mit direkter Anbindung an die anderen Forschungsbauten in Lobeda im Neubau des CeTraMed anspruchsvolle weitere Laborflächen zur Unterstützung unserer Forschungsschwerpunkte zu schaffen“, freut sich Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, kaufmännischer Vorstand des UKJ und Vorstandssprecherin. Die Bereitschaft zur Übernahme des Landesanteils der 28,3 Mio. Euro für Baukosten und Grundausstattung zeugt von der Bedeutung, die Fakultät und Universitätsklinikum dieser Perspektive beimessen.

Überzeugendes wissenschaftliches Konzept

Mit dem Konzept für das Zentrum konnten die Forscher des Klinikums und ihrer Partner den Wissenschaftsrat überzeugen: Das gemeinsame Ziel der perspektivisch 14 Arbeitsgruppen ist die interdisziplinäre Erforschung von Krankheitsprozessen, die mit dem Altern einhergehen. Die Forscher wollen dazu biophotonische Methoden einsetzen und weiterentwickeln. Die Überführung der Ergebnisse in neue Lösungen für die Diagnostik dieser Erkrankungen und in neue Ansätze für deren Behandlung findet sich sogar im Namen des CeTraMed wieder: Zentrum für translationale Medizin.

„Im Thema des Zentrums verbinden sich mit der Forschung zu altersassoziierten Erkrankungen und der medizinischen Photonik zwei Schwerpunktbereiche der Forschung an unserem Klinikum und in der Jenaer Forschungslandschaft“, so Prof. Dr. Klaus Benndorf, Dekan der Medizinischen Fakultät und wissenschaftlicher Vorstand des UKJ. Deutlich wird das auch an den künftigen Nutzern des Forschungszentrums, zu denen Stammzellforscher und Mikroskopiespezialisten des Klinikums ebenso zählen werden wie Hämatologen, und Neurologen. Auch Biophotoniker des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien und der Friedrich-Schiller-Universität können hier arbeiten, und es soll eine Arbeitsgruppe hochspezialisierter Medizintechniker der TU Ilmenau ins CeTraMed einziehen.

Fertigstellung für 2022 geplant

Nach dem Auszug der Klinik für Kinderchirurgie, der Stammzelltransplantationsstation und des Zentrums für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene befindet sich der Fertigbau noch in einer Zwischennutzung. Im Juni trifft die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern die endgültige Entscheidung über die Finanzierung. Fällt diese positiv aus, könnte nach dem Abriss des alten Gebäudes mit dem Neubau begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2022 geplant – dann würde das CeTraMed als F3 im Lageplan des UKJ zu finden sein.

Kontakt:
Prof. Dr. Klaus Benndorf
Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Jena
Tel: 03641/933017
E-Mail: Klaus.Benndorfmed.uni-jena.de

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