Uni Rostock ehrt Wirtschafts-Boss als Honorarprofessor

Seit 2009 hält Maletz für Masterstudierende im Maschinenbau und an der Zahnmedizin Vorlesungen zum Thema „Hochgefüllte Polymere und Nanomaterialien“. Die patentrechtlich geschützte Stoffmischung wurde bis dato zum Beschichten von Brillengläsern genutzt. Die Ideenfahnder von VOCO entwickelten unter Leitung von Maletz das Material weiter, so dass es als Amalgan-Alternative genutzt werden kann. Das Credo des Entwicklungsleiters ist: Fortschritt durch Forschung.

„Es ist ein Glücksfall, dass wir Dr. Maletz für unser interdisziplinär ausgerichtetes Lehrangebot am Warnemünder Lehrstuhl für Medizintechnik an der Universität haben“, sagt Privatdozentin Dr. Mareike Warkentin. Seine Lehrveranstaltungen würden den Studierenden einen umfassenden Blick aus der Praxis in die Wissenschaft hinein vermitteln und sie durch seine strukturierte Darstellungsweise „fesseln“. Er habe sich in der Deutschen „Zahnerhaltungslandschaft“ vor allem auf dem Gebiet der hochgefüllten Biomaterialien deutschlandweit einen exzellenten Ruf erarbeitet. Eigene Forschungs- und Entwicklungsergebnisse würde er den Studenten gut verständlich und mit vielfältigen Beispielen aus der Praxis vermitteln.

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl Werkstoffe für die Medizintechnik und die Voco GmbH ist ganz nach dem Geschmack von Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. „Wirtschaft und Wissenschaft müssen sich in Forschung und Entwicklung noch enger verzahnen, sonst läuft unsere Volkswirtschaft Gefahr, zukünftig weniger wettbewerbsfähig zu sein als notwendig. Mit der Verbundforschung haben wir uns auf den richtigen Weg gemacht“.

Auf eine Honorarprofessur kann sich übrigens niemand bewerben – man muss warten, bis die Hochschule von sich aus auf einen zukommt. Ähnlich wie bei Berufungen auf die üblichen Professorenstellen kommt es auf Gutachten an, die dem Kandidaten die „Lehrstuhlreife“ bescheinigen.

Dr. Maletz zähle neben seiner fachlichen Qualifikation auch menschlich zu den sehr angenehmen und bescheidenen Vertretern der Polymerwerkstoffe und der angrenzenden Fächer, hebt Dr. Mareike Warkentin hervor. Das gelte insbesondere auch für die Betreuung von Bachelor-und Masterarbeiten von Studenten sowie fakultätsübergreifenden Dissertationen an der Uni Rostock. Zudem ermögliche er Studierenden Praktikumsplätze in dem international tätigen Unternehmen VOCO in Cuxhaven. Text: WOLFGANG THIEL

Kontakt:

PD Dr.-Ing. habil. Dr. rer. nat. Mareike Warkentin
Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Lehrstuhl Werkstoffe für die Medizintechnik
Tel: 0381-54345-535
Fax: 0381-54345-540
Email: mareike.warkentin@uni-rostock.de

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