Ungewollte Kinderlosigkeit: Zeitig handeln

(mpt-14/49928). Fast in jedem Menschen regt sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben der Kinderwunsch. Doch er erfüllt sich nicht für jeden – zumindest nicht auf dem „normalen“ Weg. Hierfür kann es unterschiedliche körperliche Ursachen geben, wobei die ungewollte Kinderlosigkeit etwa genau so häufig auf den Mann wie auf die Frau zurückzuführen ist. Oft liegen auch bei beiden Fruchtbarkeitsprobleme vor.

Das Alter spielt eine wichtige Rolle

Besonders das Alter der Frau spielt eine wichtige Rolle bei der Erfüllung des Kinderwunsches. Denn schon mit 30 Jahren beginnt die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten einer Schwangerschaft zu sinken, was viele Menschen aber nicht wissen. Einer 2007 durchgeführte Untersuchung des Instituts Allensbach zufolge, glaubten mehr als die Hälfte der Teilnehmer, dass Frauen erst mit über 40 Jahren weniger fruchtbar werden. Diese Fehlannahme trifft mit der allgemeinen Tendenz, immer später mit der Familiengründung zu beginnen, zusammen – sei es aus beruflichen, finanziellen oder privaten Gründen. Dazu soll heute meist „alles stimmen“, wenn das Baby da ist, während man früher weniger genau plante und die Kinder eher nahm, wie sie kamen. Auch deshalb werden die Frauen immer älter, bevor sie ein Kind bekommen: Von 1970 bis 2010 stieg das Durchschnittsalter von Erstgebärenden im Westen Deutschlands um ganze fünf Jahre, von 24 auf 29, im Osten im gleichen Zeitraum von 22 auf 27 Jahre.

Ungewollte Kinderlosigkeit ist oft behandelbar

Bei vielen Paaren ist es daher schon reichlich spät, ehe sie feststellen, dass es auf natürliche Art wohl nicht klappen wird. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, sollte zeitnah medizinische Unterstützung gesucht werden. Als Faustregel gilt: Nach zwölf Monaten vergeblicher Bemühungen – bzw. nach sechs Monaten, wenn die Frau älter als 35 ist – sollte der Weg zum Arzt führen. Erste Anlaufstelle ist für die Frau der Gynäkologe, für den Mann der Urologe. Hilft das nicht, ist der Besuch eines spezialisierten Kinderwunschzentrums ratsam (http://www.kinderwunsch.de), wo man sich mit sämtlichen modernen Behandlungsverfahren auskennt. Das können medikamentöse Therapien oder auch eine In-vitro-Fertilisation (IVF) sein. Moderne Methoden machen dabei heute viele Therapien einfacher und weniger belastend. So ist es etwa mit dem Fertilitätshormon Corifollitropin alfa im Präparat Elonva möglich, mit einer einzigen Hormoninjektion die tägliche Hormonverabreichung über eine ganze Woche zu ersetzen, um die Follikelreifung bei der Frau wirksam und gezielt zu stimulieren.

Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten

Da eine solche Behandlung bei jüngeren Frauen und Männern erfolgversprechender ist, zahlen die Krankenkassen Zuschüsse nur für Frauen unter 40, deren Partner unter 50 ist. Außerdem muss das Paar verheiratet sein, und es werden nur drei Versuche finanziert. 50 Prozent der Kosten müssen die Patienten grundsätzlich selbst übernehmen, was zu einer Eigenbeteiligung von gut 1.500 Euro pro Behandlungszyklus führt. In manchen Bundesländern und bei einigen Krankenkassen gibt es jedoch höhere Zuschüsse.

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