Unfallfrei in der Schule: Studie startet am Forschungszentrum Demografischer Wandel der FH Frankfurt

Das Forschungsprojekt „Gesundheitsverhalten und Unfallgeschehen im Schulalter“ ist am Forschungszentrum Demografischer Wandel (FZDW) der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) angelaufen. Für die sieben Jahre dauernde Langzeitstudie begleiten die Forscher/-innen rund 14.000 Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse über deren komplette Schulbiografie von bis zu sechs Jahren. Ziel ist es, die Einflussfaktoren für Unfälle und Verletzungen auf dem Schulweg und in der Schule zu identifizieren. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden jährlich mit einem inhaltlich einheitlichen, vom Schultyp unabhängigen Fragebogen befragt. Dafür wird zu Projektbeginn eine bundesweit repräsentative Stichprobe von rund 400 Schulen gezogen. Dabei erfassen die Wissenschaftler(innen) neben persönlichen Eigenschaften des Schulkindes auch Spezifika von Schule und Schulweg, darunter Schulform, Schülerzahl, Zahlenverhältnis Lehrer-Schüler, geografische Lage oder baulicher Zustand.

„Wir gehen davon aus, dass bestimmte Faktoren sicherheits- und gesundheitsbewusstes Verhalten auf der einen Seite, aber auch Unfälle oder Verletzungen auf der anderen Seite fördern können. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse wollen wir Erfolg versprechende Präventionsstrategien entwickeln, um die Unfallhäufigkeit von Schülerinnen und Schülern zu minimieren“, skizziert Projektleiter und Geschäftsführender Direktor des FZDW, Prof. Dr. Andreas Klocke, die mit dem Projekt verbundenen Ziele. Die Studie betrachtet auch den Schweregrad und die Häufigkeit der Unfälle. Mobbing an Schulen wird ebenfalls ein Thema sein, da ein Zusammenhang zwischen psychischer und physischer Gewalt bestehen könnte.

Auch mögliche Auffälligkeiten zwischen Regionen, Geschlecht, Alter und weiteren sozialen Merkmalen der Schüler(innen) sollen verglichen werden. „Die Statistik der DGUV zeigt beispielsweise, dass markante regionale Differenzen in der Unfallhäufigkeit bestehen. Hier möchten wir die genauen Ursachen aufdecken“, ergänzt Sven Stadtmüller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZDW.

Weitere Informationen zum Forschungszentrum:

Kontakt: FH FFM, Forschungszentrum Demografischer Wandel (FZDW), Sven Stadtmüller, M.A., Telefon: 069/1533–3187, E-Mail: svenstad@fzdw.fh-frankfurt.de

Scroll to Top