Und alle Vögel kommen wieder

(djd). Was waren das noch für Zeiten, als die Spatzen rund um Haus und Hof von den Dächern pfiffen? Nahezu unbemerkt hat sich das Vogelleben in den Gärten gewandelt. Professor Peter Berthold, der ehemalige Leiter der Vogelwarte Radolfzell, ist einer der führenden Ornithologen hierzulande. Er sorgt für Nachdenken mit einem ebenso einfachen wie verblüffenden Hinweis, wenn er von der dramatischen Veränderung des Nahrungsangebots für Wildvögel in Deutschland berichtet: „Wie oft mussten Autofahrer früher die Scheiben ihres Autos im Sommer von Insektenresten befreien? Und wie selten machen sie das heute noch?“

30 Prozent weniger Insektenpopulationen

Insektenforscher belegen, dass die Insektenpopulationen in Deutschland in den vergangenen Jahren um rund 30 Prozent gesunken sind. Das hat dramatische Folgen für die Ernährung und den Bruterfolg der Singvögel. Professor Berthold rät dazu, beim Spazierengehen einmal genau hinzusehen: Der Bestand wesentlicher Nahrungsgrundlagen der Insekten – krautiger, blühender Wildpflanzen – hat verheerend abgenommen. Wo früher zum Beispiel noch eine große Wildpflanzenvielfalt mitten im Getreide wuchs, sorgt heute akribische Ackerhygiene für insektenfeindliche Kulturpflanzenflächen.

Keine Insektenfauna ohne Wildpflanzenblüten

Ohne Wildpflanzenblüten gibt es aber keine Insektenfauna. Ohne Insekten und Wildpflanzensamen wiederum kann die Vogelwelt nicht überleben. Schon im Frühjahr hungern die erschöpften Afrika-Heimkehrer in der leergeräumten Kulturlandschaft. Dort sind keine überwinternden Samenstände – samt Samen und Insekten darin – mehr zu finden. Professor Berthold fordert daher im Einklang mit Vogel- und Naturschutzorganisationen, es nicht bei der Winterfütterung von Wildvögeln zu belassen, sondern sie ganzjährig zu füttern. In Deutschland, wo jedes Jahr eine Vogelart verschwindet, würde eine Ganzjahresfütterung – zum Beispiel mit Welzhofer Gourmet-Futter – zu stabileren Vogelpopulationen führen. Ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Brutzeit etwa würde mehr Jungvögel durchbringen und den Elternvögeln zusätzliche Bruten erlauben. Im gartenverrückten England ist die Ganzjahresfütterung von Vögeln längst Standard.

Vogelschutz im eigenen Garten

Für den Vogelschutz im eigenen Garten bedeutet all das, dass der Naturfreund besser auf Pflanzenvielfalt mit langer Blütezeit und breiter Insektenansprache setzt. Samenstände sollte er bis zum Frühjahr im Beet belassen. Hilfreich ist es auch, vielfältige Nistmöglichkeiten zu schaffen: nicht nur für Stare, Meisen und andere Höhlenbrüter, sondern auch für Halbhöhlenbrüter. Ideal ist, Garten- und Wildvögeln ein Ganzjahresfutter in vogelgerechter Qualität anzubieten. Dabei muss man darauf achten, jeden Vogel auf für ihn geeignete Weise zu versorgen. Getreidekörner zum Beispiel, auch grob angequetschte, können Vogelbrut und Jungvögel weniger gut aufnehmen und verwerten. Auf http://www.welzhofer.eu gibt es nähere Informationen dazu.

Schnabelgerechter Schmaus

Echtes Ganzjahresfutter, das den Vögeln tatsächlich hilft, ist abgestimmtes und vogelgerechtes Qualitätsfutter. Die Gefiederten nehmen es dann quasi rückstandslos auf, weil es den Vorlieben der meisten verbreiteten Arten entspricht. Es enthält plattgewalzte, mit Wasserdampf vorgegarte Haferflocken. Diese leisten einen Beitrag zum besseren Nährstoffaufschluss und zu einer besseren Verdaulichkeit. Diese Flocken sind so weich, dass Beeren-, Körner- und Weichfresser sie verzehren. Sie sind von einem Mantel aus unraffiniertem Fett umgeben. So werden die Vögel rund ums Jahr sehr gut mit Energie versorgt. Solches Futter kann nicht nur von den Vögeln optimal verdaut werden, derart ummantelte Haferflocken sind auch sehr gut dazu geeignet, von Elternvögeln vorverdaut und an ihre Brut verfüttert zu werden. Qualitätsfutter ist stets spezialgereinigt, um die Aussaat von Wildwuchs im Garten – wie Ambrosia – zu verhindern. Das Körner- und Flockenfutter ist obendrein vor Licht geschützt verpackt, um die Qualität des Futters, samt der lichtempfindlichen Vitamine, zu bewahren.

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