Unbeschwert den Urlaub genießen

(djd). Ob es nun Richtung Mittelmeer geht oder ob man in den Langstreckenflieger steigt und exotische Ziele ansteuert: Den Urlaub sehen viele Deutsche als die schönste Zeit des Jahres an und umso ärgerlicher ist es, wenn eine Erkrankung oder Verletzung diesen Traum zerplatzen lässt. Klar ist natürlich: Bei hohem Fieber oder einer ernsthaften Blessur sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Doch bei vielen kleineren Zipperlein hilft eine gut sortierte Reiseapotheke weiter. Neben Basics wie Einmalhandschuhen, Heftpflaster, Kompressen, elastischen Binden, Wundpflaster, Wunddesinfektionsspray, Pinzette und Schere gibt es eine Reihe von Eventualitäten, die man beim Zusammenstellen der Reiseapotheke bedenken sollte – hier einige Beispiele:

Vorsicht, Sonne

Zu den häufigsten Sommerbeschwerden zählt nach Erfahrung von Linda Apotheker Giuseppe Polizzotto die Sonnenallergie. Hier hilft zunächst vor allem eines: raus aus der Sonne. Zur Linderung sollte man kühlen und beruhigen, eventuell mit Hilfe eines Gels. Gegen starken Juckreiz wirken kurzfristig auch Allergietabletten. Sommerliche Hitze sorgt auch oft für schwere Beine. Kühle Güsse morgens und abends helfen den schlappen Venen, außerdem sollte man so oft wie möglich die Füße hochlegen. Nicht zuletzt führen intensive UV-Strahlung, Staub und Heuschnupfen oft zu Augenreizungen. „Die beste Maßnahme ist es, stets eine Sonnenbrille zu tragen, die Augen vor Zug zu schützen und mit Tropfen zu befeuchten“, lautet der Tipp von Apotheker Giuseppe Polizzotto. Auch dass man nie ohne entsprechenden Lichtschutzfaktor (LSF) in die Sonne gehen sollte, hat sich inzwischen bei den meisten Menschen herumgesprochen. Viele Frauen greifen gerade in der warmen Jahreszeit gleich zu einer Tagescreme mit einem LSF von mindestens 15. Bei ausgiebigeren Sonnenbädern sollte der Lichtschutzfaktor allerdings 20 bis 30 betragen. Noch besser ist es, sich zusätzlich von innen zu schützen – und zwar mit den richtigen Nährstoffen. Eine sinnvolle Kombination bieten beispielsweise die neuen „tetesept Carotin intens Sonnen-Vitamine“. Sie tragen zum oxidativen Schutz der Haut bei, welcher besonders bei intensiver Sonnenstrahlung benötigt wird, und leisten somit einen Beitrag zum Schutz der Hautzellen vor vorzeitiger Hautalterung.

Leichtsinn am Traumziel

Die Sonne selbst kann auch ein Auslöser für Sommergrippe sein, denn lange, intensive Sonnenbäder können die Abwehrkräfte schwächen. Wer stark erhitzt den Sprung ins kühle Nass wagt oder sich zu lange darin aufhält, erhöht das Risiko einer Erkältung drastisch. Zu dünne Kleidung am Abend, offene Schuhe und kalte Zehen oder das Anbehalten nasser Badekleidung sorgen ebenso für eine Unterkühlung des Körpers. Halsschmerzen, Schnupfen und Husten sind die klassischen Symptome einer Erkältung. Hier gilt auch bei sommerlichen Temperaturen: den Körper warm halten und sich schonen, bis der Infekt wieder vorüber ist. Ratsam ist es auch, möglichst viel zu trinken, am besten warmen Tee, um den Schleim in den Atemwegen zu verflüssigen. Sonst könnte sich eine langwierige Bronchitis entwickeln. Unterstützend hat sich die Einnahme von Schleimlösern mit dem pflanzlichen Wirkstoff Myrtol bewährt, etwa enthalten in Gelomyrtol aus der Apotheke. Dadurch kann das zähe Sekret rasch gelöst und der Abtransport aus den Atemwegen gefördert werden.

Tipps für die Fernreise

Interkontinentalflüge bergen auch Risiken für die Gesundheit. Eines davon ist die oft beschriebene Reisethrombose. Wer ihr entgegenwirken und seine Beine unterwegs unterstützen will, sollte auf Reisestrümpfe, Bewegung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Dabei sollte man reichlich Wasser, Kräutertee oder Saftschorlen trinken – und auf alkoholische Getränke verzichten, denn sie können Schwellungen der Beine begünstigen. Auch Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke sind besser zu meiden. Eine lange Reise kann für die Beine eine Belastung sein. Hilfe bieten Reisestrümpfe wie „Gilofa 2000“. Sie üben einen definierten Druck auf die Venen aus und unterstützen den Rückfluss des Blutes aus Füßen und Beinen. So kann Schwellungen und Schweregefühl auch bei langem Sitzen vorgebeugt werden. Reisestrümpfe sind im medizinischen Fachhandel erhältlich und müssen nicht vom Arzt verordnet werden. Darüber hinaus sorgen ein frühzeitiger Impfpass-Check zu Hause und eine reisemedizinische Beratung für ausreichenden Schutz vor Krankheiten. Doch nicht nur Tropenkrankheiten bergen Gefahren. So gelten Masern irrtümlich als Kinderkrankheit, doch auch Erwachsene können erkranken. Hier kann es zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt kommen: durch hohes Fieber, Mittelohr- oder Lungenentzündung, schwere Durchfälle und in besonders schweren Fällen Gehirnentzündungen. Mit Masern als Mitbringsel gefährde man automatisch auch andere, so Dr. Albrecht von Schrader-Beielstein, Facharzt für Allgemein- und Tropenmedizin. Von Masern betroffene Fernreiseziele sind Afrika, Asien und der Westpazifik.

Fremde Küche genießen

Nur wer die Küche seines Gastlandes kennt, kann sich eine Vorstellung von dessen Kultur machen. Wichtig ist, dass man offen für den ungewohnten Genuss ist und alle Geschmacksnerven auf Empfang stellt. Allerdings – wer fremde Speisen probiert, kann nur selten einschätzen, ob er sie wirklich gut verträgt oder die häufig recht bodenständigen Rezepte nicht doch auf den Magen schlagen und Sodbrennen verursachen, weil Magensäure im Übermaß produziert wird und in die Speiseröhre aufsteigt. „Dann kann sehr gut ein Antacidum eingenommen werden, das schnell die Beschwerden lindert. Besonders geeignet sind Produkte mit einer Kombination aus Magnesiumhydroxid und Algeldrat“, erklärt Apothekerin Dr. Reinhild Lohmann von der Ambrosius-Apotheke in Ostbevern und ergänzt: „Das Magnesium wird sehr schnell freigesetzt und bindet die Säure, was zu einem besonders schnellen Wirkungseintritt führt“. Zur Selbstmedikation wird beispielsweise gern Maaloxan eingesetzt, das 2014 vom Bundesverband Deutscher Apotheker e.V. zum achten Mal in Folge als Antazidum des Jahres ausgezeichnet wurde.

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