Ulmer Professoren Präsidenten des größten europäischen Kongresses für Orthopädie und Unfallchir

Die Ulmer Professoren Prof. Dr. Florian Gebhard und Prof. Dr. Heiko Reichel leiten als Präsidenten den größten europäischen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, der vom 25. – 28. Oktober in Berlin stattfindet. Professor Gebhard ist Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Unfall-, Hand-, plastische und Wiederherstellungschirurgie, Professor Reichel ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie (RKU – Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm). Unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ tauschen sich in Berlin auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rund 11.500 Fachleute u.a. über den OP der Zukunft, Katastrophenmedizin und spezielle Herausforderungen bei älteren Patienten aus.

„Das Kongressmotto ‚Zurück in die Zukunft‘ soll die Herausforderung von Ärzten widerspiegeln, die tagtäglich abwägen müssen, ob sie auf bewährte Verfahren z.B. in der Versorgung von Brüchen zurückgreifen oder neue Möglichkeiten wie modernste Implantate oder dreidimensionale Bildgebung im OP nutzen“, erläutert Professor Gebhard. Welche Möglichkeiten ein OP der Zukunft bietet, lässt sich auf dem Kongress in einem 100 Quadratmeter großen simulierten Zukunfts-OP erfahren. „Hybrid-OPs, die beispielsweise dreidimensionale Bildgebung auch während der OP für modernste Therapieverfahren nutzen, sind inzwischen weit verbreitet“, erläutert Gebhard und ergänzt: „Die Ulmer Besonderheit besteht darin, dass wir unseren Hybrid-OP sowohl für neuro-, als auch unfall- und herzchirurgische Eingriffe nutzen können. In der Zukunft werden Roboter die OP-Sicherheit noch weiter erhöhen – nicht indem sie selbst operieren, sondern indem sie dem Operateur noch mehr Hilfestellungen für präzises Operieren geben.“
Ein weiteres Schwerpunktthema des Kongresses ist die Versorgung von älteren Patienten in der Orthopädie und Unfallchirurgie. „Zum einen erfordern Brüche bei älteren Leuten andere OP-Techniken. Zum anderen haben diese Patienten oft noch weitere Erkrankungen, z.B. Herzprobleme oder Diabetes. Die Herausforderung besteht darin, die Patienten so stabil zu machen, dass eine OP möglich ist. Nach einem Eingriff müssen wir dafür sorgen, dass sie schnell wieder mobil werden. Das erfordert neue Konzepte“, erläutert Unfallchirurg Gebhard.

Im Fokus steht in Berlin auch die Katastrophenmedizin, die im Angesicht von Terroranschlägen und Naturkatastrophen aktuelle Bedeutung erhält. Bisher sind Ärzte im Regelfall nicht für Notfallmedizin im Kontext terroristischer Bedrohungslagen ausgebildet. „Hier sieht die DGU Handlungsbedarf. Das Universitätsklinikum Ulm hat dabei mit seiner Nähe zum Bundeswehrkrankenhaus eine besondere Rolle“, betont Gebhard. Gastland des Kongresses ist u.a. Israel, dessen Mediziner in diesem Themengebiet sehr erfahren sind. „Die Präsidentschaft für diesen wichtigen Kongress ist ein Zeichen für den hohen medizinischen Standard, auf dem die Ulmer Universitätsmedizin in diesen Fachgebieten arbeitet, in der Krankenversorgung genauso wie in der Forschung und Lehre. Das Universitätsklinikum spielt dabei eine wichtige Rolle in der Daseinsversorgung, auch unter den Bedingungen besonderer Lagen“, betont der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Ulm, Prof. Dr. Udo X. Kaisers.

Mit freundlichen Grüßen
Petra Schultze

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